Am Sonntag ging es für mich nach Magdeburg. Wer Politik ernsthaft voranbringen will, muss sich vernetzen, zuhören und über den eigenen Tellerrand hinausblicken.
Schon der Auftakt im Landtag von Sachsen-Anhalt zeigte, wie wichtig der direkte Austausch ist. Vertreter aus ganz Deutschland kamen zusammen, um über zentrale Zukunftsfragen zu sprechen – insbesondere über eine nachhaltige Rohstoffstrategie und die Sicherung unseres Industriestandorts.
Deutliche Worte aus dem größten Chemiepark Deutschlands
Ein Höhepunkt war der Besuch im Chemiepark Leuna – dem größten Chemiepark Deutschlands. Hier wurde sehr klar, worum es aktuell wirklich geht: Wettbewerbsfähigkeit, Energiepreise und politische Verlässlichkeit.
Besonders eindrücklich waren die Worte des Geschäftsführers vor Ort:
Katherina Reiche war bereits 2025 in Leuna. Der Austausch sei fachlich stark und kompetent gewesen. Doch gleichzeitig wurde deutlich kritisiert, dass die SPD ihre Ansätze blockiere – mit direkten Folgen für den Industriestandort Deutschland.
Diese Aussage zeigt, wie groß der Handlungsdruck ist. Wenn selbst die Industrie sagt, dass gute Lösungen auf dem Tisch liegen, aber politisch nicht umgesetzt werden, dann gefährden wir Arbeitsplätze und Wertschöpfung.
Transformation der Industrie: Von der Theorie in die Praxis
Neben Leuna stand auch die Hochschule Merseburg auf dem Programm. Dort ging es um eine der zentralen Fragen unserer Zeit:
Wie schaffen wir den Übergang von einer linearen Wirtschaft hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft?
Die Botschaft ist klar: Ressourcen müssen im Kreislauf gehalten werden. Weniger Abfall, mehr Wiederverwertung – und vor allem Innovation statt Verbote. Genau hier entscheidet sich, ob wir Klimaschutz und Industrie zusammenbringen.
Strukturwandel zum Anfassen: Vom Tagebau zum See
Ein weiteres starkes Beispiel für gelingenden Wandel war der Geiseltalsee.
Wo früher Braunkohle abgebaut wurde, ist heute eine beeindruckende Seenlandschaft entstanden.


