Seit Jahren Stillstand – und noch immer gibt es keinen Zeitplan für den ehemaligen Sportplatz Am Stühm-Süd in Bramfeld. Meine erneute Nachfrage beim Senat zeigt: Das Klageverfahren läuft weiterhin und damit hängt praktisch das gesamte Vorhaben in der Luft.
Dabei wurde bereits 2021 entschieden, die Fläche zu vergeben. Geplant sind unter anderem 114 Wohnungen und eine Seniorenwohnanlage. Später wurde die Planung verändert: Statt der ursprünglich vorgesehenen Kita soll eine Wohnpflegegemeinschaft entstehen. Doch bis heute ist das Projekt nicht umgesetzt.
Deshalb wollte ich vom Senat wissen: Was ist aus dem neuen Bauvorbescheid geworden? Wie sieht es mit der Grundstücksvergabe aus? Wann kann endlich gebaut werden? Und wann wird die versprochene Ersatzsportfläche an der Bramfelder Chaussee vollständig für die Bramfelder Sportvereine hergerichtet?
Die Antwort ist ernüchternd: Das Klageverfahren gegen den Bauvorbescheid ist weiterhin anhängig. Sämtliche weiteren Maßnahmen seien vom Ausgang dieses Verfahrens abhängig und könnten erst danach bewertet und weiterverfolgt werden. Einen neuen konkreten Zeitplan nennt der Senat nicht.
Das ist eine unglaubliche Hängepartie. Eine Fläche liegt seit Jahren brach, dringend benötigte Wohnungen entstehen nicht und auch für die weitere Entwicklung gibt es weiterhin keine belastbare Perspektive.
Besonders unbefriedigend: Auf meine konkrete Frage zur Ersatzsportfläche an der Bramfelder Chaussee nennt der Senat in dieser Antwort ebenfalls keinen Fertigstellungstermin. Auch hier brauchen die Bramfelder Sportvereine endlich Klarheit.
Nach mittlerweile mehreren Jahren muss es das Ziel sein, dieses Verfahren endlich zu einem Abschluss zu bringen. Bramfeld kann nicht auf unbestimmte Zeit auf Wohnungen, die Entwicklung der Fläche und eine vernünftige Lösung für den Sport warten.
Quelle: Schriftliche Kleine Anfrage Drs. 23/5242 vom 11. September 2026, Frage 18.

