Seit Monaten ist klar, was Anfang 2026 Realität wird: Der Fußweg entlang der Fuchswiese in Bramfeld wird für die Bauarbeiten an der U5 vollständig gesperrt – und das voraussichtlich bis Anfang 2028. Zwei Jahre lang keine fußläufige Verbindung. Für Anwohnerinnen und Anwohner, für ältere Menschen, für Kinder – und auch für die Erreichbarkeit der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld.
Was besonders fassungslos macht: Der Senat prüft immer noch.
Dabei liegt seit Langem ein konkreter, praktikabler Vorschlag aus der Nachbarschaft auf dem Tisch. Eine provisorische Umleitung über einen bereits bestehenden Zuweg auf Flächen der SAGA zwischen Heukoppel und Fuchswiese. Dieser Weg existiert, wird informell genutzt und müsste lediglich ertüchtigt werden. Eine Lösung mit überschaubarem Aufwand – und ohne den Baustellenbetrieb der Hamburger Hochbahn AG zu beeinträchtigen.
Doch statt Klarheit zu schaffen, heißt es in der Antwort des Senats zur Schriftlichen Kleinen Anfrage (Drucksache 23/2426):
Die Prüfung sei „noch nicht abgeschlossen“. Nutzungskonflikte, Privatsphäre, Frequentierung – alles Punkte, die man ernst nehmen muss. Aber: Dafür prüft man nicht Jahre, dafür findet man Lösungen.
Parallel werden andere Varianten verworfen. Eine Umleitung über das Schulgelände des Johannes-Brahms-Gymnasiums scheidet aus Sicherheitsgründen aus. Ein öffentlicher Weg unmittelbar an der Baugrube ist laut Senat nicht möglich. Für die Feuerwehr wird über Sonderlösungen im Einsatzfall gesprochen – für die Bürgerinnen und Bürger hingegen bleibt: nichts.
Das ist das eigentliche Problem.
Eine massive Einschränkung im Alltag tausender Menschen wird hingenommen, während sich Verwaltung, Hochbahn und beteiligte Stellen weiter in Prüfprozessen verlieren. Planungssicherheit sieht anders aus. Bürgernähe auch.
Gerade bei einem Großprojekt wie der U5 wäre Verlässlichkeit entscheidend gewesen. Noch 2020 hieß es, eine Sperrung vor 2026 sei „unwahrscheinlich“. Jetzt kommt sie – und ohne tragfähige Alternative.
Zwei Jahre ohne Fußweg sind kein Detail, sondern ein Problem für viele Anwohner.
Der Senat muss endlich entscheiden – nicht weiter prüfen.
Drucksache 23/2426

