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Unterbringung geflüchteter Menschen in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne: Wo wir stehen – und wie Unterstützung vor Ort gelingt

In den Stadtteilen Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne leben seit Jahren geflüchtete Menschen in unterschiedlichen Formen der öffentlich-rechtlichen Unterbringung. Für Anwohnerinnen und Anwohner, Ehrenamtliche sowie soziale Einrichtungen ist Transparenz entscheidend: Welche Standorte gibt es aktuell? Wie hoch ist die Auslastung? Welche Veränderungen sind geplant – und wo wird Unterstützung gebraucht?

Aktueller Stand der Unterbringung (Ist-Stand)

Der Senat hat in seiner Antwort eine detaillierte Übersicht vorgelegt. In den drei Stadtteilen werden sowohl klassische Wohnunterkünfte (WUK), Interimshotels als auch Einrichtungen der Erstversorgung betrieben. Zuständig ist jeweils die Sozialbehörde, betrieben werden die Standorte überwiegend durch Fördern & Wohnen (F&W) oder – bei Interimshotels – durch private Hotelbetreiber.

Zu den größten Standorten zählen unter anderem:

  • WUK Steilshooper Allee 501 (Bramfeld) mit rund 200 belegten Plätzen bei einer Soll-Kapazität von 192,
  • WUK Meilerstraße 20–28 (Farmsen-Berne) mit über 300 belegten Plätzen,
  • WUK Tegelweg 190 a–i (Am Luisenhof, Farmsen-Berne) mit rund 300 Bewohnerinnen und Bewohnern.

Hinzu kommen mehrere Interimshotels in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne, die nahezu vollständig ausgelastet sind. In einzelnen Fällen liegt die tatsächliche Belegung sogar leicht über der genehmigten Kapazität – etwa durch Familienkonstellationen oder temporäre Mehrfachbelegungen.

Eine vollständige standortbezogene Übersicht mit Kapazitäten, Belegung, Trägern und geplanten Nutzungszeiträumen findet sich in der Anlage 1.

Planung bis 2026, 2027 und 2030 (Soll-Stand)

Neue Standorte oder Kapazitätserweiterungen sind für Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne derzeit nicht geplant. Angesichts der weiterhin hohen Auslastung des gesamten Systems prüft der Senat jedoch fortlaufend, wie bestehende Unterkünfte möglichst erhalten oder verlängert werden können.

Einige Standorte haben bereits festgelegte Belegungsenden:

  • Anneliese-Tuchel-Weg 11: geplant bis Januar 2027,
  • Tegelweg 190 a–i: geplant bis August 2027,
  • mehrere Interimhotels: geplant bis Ende 2026,
  • Meilerstraße 20–28: Nutzung derzeit bis November 2030 vorgesehen.

Im Bereich der Erstversorgung für unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer (UMA) gibt es Überlegungen, bestehende Einrichtungen perspektivisch umzuwandeln, etwa in Jugendwohngruppen oder Wohnformen für Familien. Konkrete Neubauten oder zusätzliche Kapazitäten sind jedoch auch hier nicht beschlossen

Unterstützung, Integration und Ehrenamt

Der Senat betont ausdrücklich die Bedeutung des freiwilligen Engagements. Ehrenamtliche können sich über Fördern & Wohnen, das Bezirksamt Wandsbek oder direkt in den Unterkünften einbringen. In Farmsen-Berne ist zudem das Quartiersmanagement Farmsen eine zentrale Drehscheibe zur Vernetzung von Initiativen, Vereinen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

An den Standorten selbst bestehen vielfältige Angebote:

  • Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe, Eltern-Cafés und Sozialberatung,
  • Kinder-, Jugend- und Sportangebote in Kooperation mit Vereinen,
  • Integrations- und Beratungsangebote von AWO, Caritas, Diakonie, Internationalem Bund und weiteren Trägern.

Besonders umfangreich ist das Angebot am Standort Tegelweg 190 a–i, wo unter anderem Elternlotsen, Jugendtreffs, Jobcenter-Formularhilfe und Hebammen-Beratung etabliert sind. Auch in der Meilerstraße, im Anneliese-Tuchel-Weg und in der Steilshooper Allee gibt es passgenaue Unterstützungsformate für Familien, Kinder und alleinstehende Personen.

Darüber hinaus fördert die Stadt gezielt Integrationsprojekte über Programme wie „Hamburg mit Courage“ sowie über bezirkliche Förderrichtlinien und den Quartiersfonds.

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