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Versorgungslücke bei Altglascontainern in der Bramfelder Chaussee – Verwaltung liefert bislang keine Lösung

Die getrennte Sammlung von Altglas ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. In Hamburg erfolgt die Entsorgung überwiegend über wohnortnahe Depotcontainerstandorte, von denen es stadtweit mehrere hundert gibt.

Doch im Umfeld der Bramfelder Chaussee 84 (22179 Hamburg) zeigt sich aktuell eine deutliche Versorgungslücke. Darauf haben mich mehrere Anwohnerinnen und Anwohner aufmerksam gemacht. Auch bei einer eigenen Inaugenscheinnahme wurde deutlich: In diesem Bereich fehlt derzeit eine wohnortnahe Möglichkeit, Altglas zu entsorgen. Während in anderen Teilen Bramfelds mehrere Containerstandorte vorhanden sind, besteht hier ein vergleichsweise großer Radius ohne entsprechende Entsorgungsmöglichkeit.

Ich habe mich daher an die zuständige Verwaltung gewandt und gefragt, ob im näheren Umfeld ein neuer Altglascontainerstandort geplant ist.

Die Antwort fällt allerdings enttäuschend aus. Nach Angaben der Verwaltung ist während der Bauphase der U5 kein Depotcontainerstandplatz in der Bramfelder Chaussee vorgesehen. Als Begründung wird angeführt, dass die angrenzenden Seitenstraßen Sackgassen seien oder von den notwendigen 4- bis 6-Tonnen-Entsorgungsfahrzeugen nicht befahren werden könnten.

Hinzu kommt: Der bisherige Depotcontainerstandplatz in der Haldesdorfer Straße musste im Zuge der Einrichtung eines Fahrradschutzstreifens vollständig aufgegeben werden – ohne Ersatzstandort.

Für die Anwohner bedeutet das: Ein Container wurde entfernt, ein neuer ist nicht geplant. Die Folge ist eine spürbare Versorgungslücke bei der Altglasentsorgung im Quartier.

Damit können wir uns jedoch nicht zufriedengeben. Eine funktionierende Mülltrennung darf nicht daran scheitern, dass es keine erreichbaren Container mehr gibt.

Deshalb wird nun geprüft, ob der Händler Struve im Umfeld möglicherweise bei einer Lösung unterstützen kann, etwa durch die Bereitstellung einer geeigneten Fläche.

Klar ist: Wenn wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Altglas korrekt trennen, müssen auch die entsprechenden Möglichkeiten vor Ort vorhanden sein. Hier besteht aktuell Handlungsbedarf.

Quelle: Drucksache 23/3273