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Versprochen, verschoben, gestrichen: Sportplatz an der Bramfelder Chaussee bleibt marode

Der Sportplatz an der Bramfelder Chaussee ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. Eigentlich will hier keine Mannschaft mehr trainieren. Bereits 2022 hatte der Senat angekündigt, dass die Tennendecke des Platzes saniert werden soll. Die Maßnahme war für das Jahr 2024 vorgesehen, die Kosten wurden damals mit rund 100.000 Euro angegeben. So der Senat mit Drs. 22-8022. Schließlich sollte dieser Platz als Ausweichfläche für den immer noch nicht bebauten Sportplatz Stühm-Süd hergerichtet werden.

Doch aus der geplanten Sanierung wird nun offenbar nichts.

Platz weiterhin stark genutzt

Dabei wird die Anlage weiterhin genutzt. Nach aktuellen Angaben trainieren dort derzeit:

  • der Bramfelder SV von 1945 e. V.

  • der TSV Berne e. V.

  • der TSC Wellingsbüttel 1937 e. V.

Zudem wird der Platz weiterhin als kurzfristige Ersatzfläche für Vereine im Bezirk Wandsbek vorgehalten.

Gerade deshalb wäre eine Sanierung dringend erforderlich. Der Platz ist in einem Zustand, der von vielen Nutzern seit Jahren kritisiert wird und teilweise kaum noch vernünftig bespielbar ist.

Versprechen aus 2022 gilt offenbar nicht mehr

Noch im Jahr 2022 hatte der Senat auf meine Anfrage mitgeteilt, dass die Tennendecke instandgesetzt werden soll. Hintergrund war unter anderem der schlechte Zustand der Anlage. Zudem sollte der Platz auch als Ersatzfläche für die Sportfläche Stühm-Süd dienen, etwa im Zusammenhang mit Bauprojekten wie dem Bebauungsplan Steilshoop 5 oder möglichen Einschränkungen an anderen Sportstätten.

Doch nun heißt es plötzlich: Die Maßnahme sei nicht umgesetzt worden, weil die Bezirksversammlung Wandsbek andere Prioritäten gesetzt habe.

Noch deutlicher: Nach aktueller Beschlusslage ist die Modernisierung des Sportplatzes derzeit überhaupt nicht mehr Bestandteil der Planungen.

Wieder einmal wird Bramfeld vertröstet

Für viele Sportlerinnen und Sportler im Stadtteil ist das ein Schlag ins Gesicht. Erst wird eine Sanierung angekündigt, dann jahrelang nichts umgesetzt – und am Ende verschwindet das Projekt einfach aus den Planungen.

Gerade in einem wachsenden Stadtteil wie Bramfeld werden Sportflächen dringend benötigt. Vereine kämpfen schon heute mit knappen Trainingszeiten und fehlenden Plätzen.

Statt bestehende Anlagen zu vernachlässigen, müsste die Stadt eigentlich dafür sorgen, dass vorhandene Sportflächen schnell saniert und langfristig gesichert werden.

Dass eine bereits zugesagte Maßnahme nun einfach gestrichen wird, verstärkt einmal mehr den Eindruck: Bramfeld wird bei wichtigen Infrastrukturprojekten wieder einmal hinten angestellt.

Quelle: Bürgerschaftsdrucksache 23-03273