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Wandsbeks Spielplätze bleiben Schlusslicht bei der Reinigung – diese Ungleichbehandlung ist nicht hinnehmbar

Während öffentliche Spielplätze in Hamburg-Mitte durchschnittlich 3,4-mal pro Woche gereinigt werden, erfolgt die Reinigung im Bezirk Wandsbek lediglich 1,7-mal. Kinder und Familien in Wandsbek erhalten damit rechnerisch nur halb so viele Reinigungseinsätze wie in Hamburg-Mitte.

Die aktuellen Zahlen zeigen: An dieser erheblichen Ungleichverteilung hat sich nahezu nichts geändert.

  • Hamburg-Mitte: 3,4 Reinigungen pro Woche
  • Altona: 2,8
  • Eimsbüttel: 2,8
  • Harburg: 2,5
  • Hamburg-Nord: 2,2
  • Bergedorf: 1,9
  • Wandsbek: 1,7

Lediglich in Bergedorf wurde die durchschnittliche Frequenz geringfügig von 1,8 auf 1,9 Reinigungen erhöht. Wandsbek bleibt unverändert das Schlusslicht unter allen sieben Bezirken.

Die Erklärung des Senats überzeugt nicht. Er verweist darauf, dass Bezirksgrenzen für die Einsatzplanung der Stadtreinigung angeblich keine Rolle spielten. Entscheidend seien unter anderem die Nutzung der Spielplätze, das Verschmutzungsaufkommen, die Witterung, Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb und Hinweise aus der Bevölkerung.

Doch genau diese Begründung wirft weitere Fragen auf: Wandsbek ist der einwohnerstärkste Bezirk Hamburgs und verfügt über zahlreiche stark genutzte Spielplätze. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb ausgerechnet hier mit Abstand am seltensten gereinigt wird. Dass die Unterschiede angeblich nicht nach Bezirken geplant werden, ändert nichts am Ergebnis: Wandsbeks Kinder und Familien werden deutlich schlechter versorgt.

Saubere und sichere Spielplätze dürfen nicht davon abhängen, in welchem Teil Hamburgs eine Familie lebt. Die derzeitige Verteilung ist nicht haltbar und nicht hinnehmbar. Der Senat und die Stadtreinigung müssen die Reinigungsfrequenzen in Wandsbek deutlich erhöhen und transparent darlegen, nach welchen konkreten Kriterien jeder einzelne Spielplatz eingestuft wird.

Wandsbek darf bei der Sauberkeit seiner Spielplätze nicht dauerhaft das Schlusslicht Hamburgs bleiben.

Quelle: Drs. 23-05087