Zum Jahreswechsel werden zahlreiche Regelungen angepasst, die den Alltag vieler Menschen direkt betreffen. Steuern werden gesenkt, Familien stärker unterstützt, Ehrenamt und Ausbildung aufgewertet, Pendler entlastet und Energiepreise gedämpft. Gleichzeitig erhalten Betriebe mehr Planungssicherheit und Investitionsanreize.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
Steuern und Freibeträge
Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 Euro. Einkommen bis zu dieser Grenze bleiben steuerfrei, wodurch Millionen Bürgerinnen und Bürger weniger Steuern zahlen. Auch der Kinderfreibetrag wird auf 9.756 Euro angehoben.
Familien und Kindergeld
Das Kindergeld steigt auf 259 Euro pro Kind. Zusätzlich wird die Zahl der Kinderkrankentage erhöht, um Familien im Alltag besser zu unterstützen.
Ehrenamt und Vereine
Ehrenamtliches Engagement wird steuerlich weiter gestärkt. Die Übungsleiterpauschale steigt auf 3.300 Euro, die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro.
Zudem werden Vereine von Bürokratie entlastet: Freigrenzen für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe und Zweckbetriebe bei sportlichen Veranstaltungen steigen auf 50.000 Euro. Die Grenze für die Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung wird auf 100.000 Euro angehoben. Davon profitieren insbesondere ehrenamtliche Vorstände und Schatzmeister.
Ausbildung
Die gesetzliche Mindestvergütung für Auszubildende, die ab 2026 eine duale Ausbildung beginnen, steigt deutlich.
Sie beträgt im ersten Ausbildungsjahr 724 Euro, im zweiten 854 Euro, im dritten 977 Euro und im vierten 1.014 Euro. Ziel ist es, Ausbildung attraktiver und fairer zu machen.
Arbeiten nach Erreichen des Rentenalters
Mit der Aktivrente wird freiwilliges Weiterarbeiten nach dem gesetzlichen Renteneintritt begünstigt. Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung bleiben bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei. Die Regelung gilt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, nicht für Selbstständige oder Beamtinnen und Beamte.
Pendlerinnen und Pendler
Die Pendlerpauschale wird ab 2026 auf 38 Cent pro Kilometer erhöht – und zwar ab dem ersten gefahrenen Kilometer. Das entlastet insbesondere Menschen mit längeren Arbeitswegen.
Gastronomie
Die Mehrwertsteuer auf vor Ort verzehrte Speisen wird dauerhaft auf sieben Prozent gesenkt. Bisher lag sie bei 19 Prozent. Das soll Gäste entlasten und Betriebe stabilisieren.
Energiepreise
Die Stromnetzentgelte werden ab 2026 durch einen Bundeszuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro gesenkt.
Zudem entfällt die Gasspeicherumlage vollständig. Das senkt die Gaspreise und wirkt sich auch dämpfend auf den Strompreis aus.
Wirtschaft, Forschung und Investitionen
Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren, profitieren ab 2026 von besseren Förderbedingungen, unter anderem durch pauschale Gemein- und Betriebskosten sowie höhere Stundensätze für Eigenleistungen.
Mittelständische Unternehmen können weiterhin von verbesserten Abschreibungen profitieren. Degressive Abschreibungen von bis zu 30 Prozent auf Maschinen und andere bewegliche Wirtschaftsgüter setzen gezielte Investitionsanreize.
Kurz gesagt:
Zum Jahreswechsel werden zahlreiche Stellschrauben neu justiert – mit dem Ziel, den Alltag bezahlbarer zu machen, Engagement zu stärken und Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen.

