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Wasserturm Farmsen: Seit Jahren wird geprüft – eine Entscheidung ist weiter nicht in Sicht

Der denkmalgeschützte Wasserturm auf dem Gelände des ehemaligen Versorgungsheims Farmsen beschäftigt Politik und Verwaltung seit Jahren. Immer wieder wurde angekündigt, eine neue Nutzung zu entwickeln. Doch auch 2026 gibt es noch immer keine Entscheidung.

Der Senat teilt mit, dass weiterhin Abstimmungen zwischen Fördern & Wohnen, dem Bezirksamt Wandsbek, dem Denkmalschutzamt und weiteren Beteiligten laufen. Eine abschließende Planung liegt nicht vor.

Immerhin wurden bereits umfangreiche Vorarbeiten durchgeführt. Seit 2022 ließ Fördern & Wohnen statische Untersuchungen, Bauteiluntersuchungen, eine Machbarkeitsstudie sowie eine Bauvoranfrage erstellen. Dafür wurden bereits rund 81.000 Euro ausgegeben.

Zuletzt stand eine Kombination aus Kindertagesstätte, Wohnungen und einem Gedenkort im Mittelpunkt der Planungen. Doch auch dieses Konzept wird inzwischen wieder infrage gestellt. Der Senat begründet dies damit, dass der Bedarf für eine Kindertagesstätte derzeit nicht mehr vordringlich sei und die Finanzierbarkeit erneut bewertet werde. Auch für die benachbarte alte Wäscherei gibt es weiterhin keine abschließende Perspektive.

Damit bleibt es dabei: Seit Jahren wird untersucht, geprüft und abgestimmt. Geld für Gutachten wurde bereits ausgegeben, eine Entscheidung über die Zukunft des Wasserturms gibt es trotzdem nicht.

Gerade angesichts der historischen Bedeutung des ehemaligen Versorgungsheims und der Entwicklung des Quartiers ist das enttäuschend. Der Wasserturm ist ein markantes Baudenkmal. Er verdient eine Nutzung, die sowohl seiner Geschichte als auch den Bedürfnissen des Stadtteils gerecht wird. Statt immer neuer Prüfungen braucht es endlich eine verbindliche Entscheidung.

Quelle: Bürgerschaftsdrucksache 23/4556, Antwort des Senats auf Frage 22.