Gerade dann, wenn man sich durch Themen arbeitet, Gespräche führt, nachfasst – und trotzdem scheinbar nichts vorangeht. Wenn Anliegen liegen bleiben, Zuständigkeiten hin- und hergeschoben werden und Bürger trotz mehrfacher Meldungen nicht weiterkommen. In solchen Momenten hinterfragt man sich schon.
So war es auch zuletzt in der Wagnerkoppel.
Mehrere Anwohner hatten sich über Wochen hinweg selbst an die Stadtreinigung gewandt. Ohne Erfolg. Die Gelben Tonnen wurden seit dem 21.01.2026 nicht mehr geleert. Im regulären Rhythmus hätte dies faktisch bedeutet, dass erst nach rund sechs Wochen wieder abgeholt worden wäre. Die Folge: Müllsäcke stapelten sich sichtbar im Straßenraum. Erste wurden bereits von Tieren aufgerissen. Viele Bilder und Beschwerden erreichten mich direkt von Ihnen.
Erst als sich die Situation bei mir bündelte, habe ich mich eingeschaltet und den direkten Kontakt zur Geschäftsführung der Stadtreinigung gesucht.
Mit Erfolg.
Kurzfristig wurde ein Sonderfahrzeug organisiert, das heute in die Wagnerkoppel kommt und sowohl die Tonnen leert als auch die zusätzlich bereitgestellten Gelben Säcke einsammelt.
Und genau in solchen Momenten denke ich: Dafür mache ich das alles.
Nicht jede Sache lässt sich lösen. Nicht jeder Prozess lässt sich beschleunigen. Aber wenn man helfen kann, wenn Dinge feststecken und Menschen nicht mehr weiterkommen – dann lohnt sich der Einsatz.
Politik bedeutet für mich nicht nur große Linien und Programme, sondern auch, konkret da zu sein, wenn es vor Ort hakt.
Und wenn es gelingt, gemeinsam eine Lösung zu erreichen, dann weiß ich wieder, warum ich mich engagiere.

