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Wenn man plakatiert, dass ein Schwimmbad schließt – und man dafür von SPD-Vertretern angeschrien wird

Heute am Infostand am Bramfelder Markt (12.12.2025) ging es nicht um Wahlkampf, nicht um Parteipolitik, sondern um etwas sehr Konkretes: um Kinder, die nicht schwimmen lernen können. Um Vereine, denen Wasserzeiten fehlen. Und um ein Lehrschwimmbecken in Farmsen, das schließt.

SPDler regten sich massiv darüber auf, dass ich auf Plakaten „Im neuen Jahr schließt der rot-grüne Senat unser Schwimmbad“ geschrieben habe – und ihren eigenen Infostand mit diesmal extra vielen Genossen explizit diesem Thema widmeten. Die Partei fühlt sich angegegriffen und glaubt, mit Haarspalterei um ein einziges Wort ihre schlechte Politik verteidigen zu können.

Ja, auf dem folgenden Plakat, das ich in Farmsen aufgehängt habe, wird der Senat angesprochen.
Und ja: Ich stehe dazu.

Entgegen der Behauptungen im sogenannten „Faktencheck“ der SPD handelt es sich bei dem Vorhaben um einen Ersatzbau für das Lehrschwimmbecken im Marie-Bautz-Weg. Da dieser Ersatzbau jedoch erst 1,5 Jahre später fertiggestellt wird, schließt in dieser Zeit ein Lehrschwimmbecken-Standort in Farmsen. Diese Versorgungslücke hat der Senat zu verantworten, weil Planung und Umsetzung des Ersatzbaus zu spät erfolgt sind.

Und nicht, weil der Senat formell Eigentümer des Lehrschwimmbads im Marie-Bautz-Weg ist – das ist er nicht. Sondern weil politische Verantwortung nicht am Grundbuch endet.

Das Lehrschwimmbecken schließt faktisch, weil der Abriss zugelassen wird, obwohl der politisch beschlossene Neubau noch lange nicht steht. Die Bezirksversammlung Wandsbek hatte klar festgelegt: Erst Abriss, wenn der Neubau fertig ist. Genau davon ist man nun abgewichen. Der Neubau kommt frühestens anderthalb Jahre später.

Das Ergebnis ist eindeutig – und für die Menschen vor Ort spürbar:
In Farmsen gibt es für mindestens 1,5 Jahre ein Lehrschwimmbecken weniger.

Das ist keine Wortklauberei. Das ist Realität.
Und diese Realität ist das Ergebnis einer politischen Entscheidung – oder genauer: eines politischen Versagens des Senats.
Hätte der Senat rechtzeitig geplant, rechtzeitig gebaut und seinen eigenen Auftrag ernst genommen, wäre kein Lehrschwimmbecken verloren gegangen.

Genau das meine ich mit meinem Plakat. Ich halte es für sehr nötig, die Bürgerinnen und Bürger über politische Entwicklungen und Entscheidungen zu informieren. Durch verschiedene Umstände sind lokale und regionale Nachrichten schwieriger als früher zu bekommen.
Ich mache keine Fundamentalopposition und will mit den demokratischen Parteien zusammenarbeiten und Lösungen finden. Das weiß die SPD auch.

Statt über das Thema sachlich zu sprechen, wurde ich heute von SPD-Vertretern aggressiv angegangen. Laut. Persönlich. Vorwurfsvoll.
„Lüge“, „Desinformation“, „Frechheit“ – das waren die Begriffe, die mir entgegenschlugen. Kein Nachfragen. Kein echtes Interesse an einer Erklärung. Nur Angriff.

Und das nach einer schlechten Nacht mit kleinen Kindern, direkt vor dem Infostand. Wer meint, das lasse einen kalt, der irrt. Das macht etwas mit einem.

Ich habe erklärt, worum es geht:
Die Abrisspläne waren seit Langem bekannt. Zeit genug für den Senat, den Neubau so zu organisieren, dass es keinen Bruch gibt. Keine Lücke. Kein anderthalbjähriges Loch im Schwimmunterricht.
Genau diese Lücke ist das Problem – nicht die juristische Eigentumsfrage.

Besonders peinlich wurde es dann, als die SPD vor Ort ihren sogenannten „Faktencheck“-Flyer verteilte. Einen Flyer, in dem seitenlang erklärt wird, wer formell Eigentümer ist, wer angeblich alles getan hat – und in dem die CDU mehrfach erwähnt wird.
Was dort aber nicht beantwortet wird, ist die entscheidende Frage:

Warum gibt es jetzt 1,5 Jahre lang ein Lehrschwimmbecken in Farmsen weniger?
Warum müssen Kinder, Eltern und Vereine die Zeche zahlen?

Statt Verantwortung zu übernehmen, wird mit Nebelkerzen gearbeitet.
Der Flyer ist im Folgenden vollständig abgebildet – jede und jeder kann sich selbst ein Bild machen, wie viel „Faktencheck“ und wie viel Ablenkung darin steckt.

Opposition heißt nicht, bequem zu sein.
Opposition heißt, Dinge klar zu benennen – auch wenn sie unangenehm sind. Ich habe das Plakat aufgehängt, um zu informieren und Druck zu machen, damit solche Planungsfehler in Zukunft nicht wieder passieren.

Ein Schwimmbad ist mehr als Beton und Wasser. Es ist Teil der sozialen Infrastruktur. Es entscheidet darüber, ob Kinder schwimmen lernen oder weiter auf Wartelisten stehen.

Und wenn ein Schwimmbad schließt, dann darf – nein, dann muss man darüber sprechen.
Klar. Laut. Emotional.

Und dann muss man auch benennen, wer die Verantwortung trägt:
Der Senat.
Er ist dafür verantwortlich, dass wir nun für mindestens 1,5 Jahre ein Lehrschwimmbecken weniger in Farmsen haben – obwohl die Wartelisten fürs Kinderschwimmen längst übervoll sind.

Fehler wie dieser von Rot-Grün im Senat und der Ampel in Wandsbek müssen angesprochen werden, damit die regierenden Parteien nicht glauben, sie könnten widerstandslos und unbemerkt die nächsten Projekte in den Sand setzen.