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Wertstoffhof Schwarzer Weg: Baubeginn weiter erst ab 2029 – Planungen bleiben vage

Der bisherige Wertstoffhof am Schwarzen Weg wird von Bewohnerinnen und Bewohnern aus den Stadtteilen Bramfeld, Barmbek und Steilshoop genutzt. Der Standort ist jedoch seit Jahren deutlich überlastet: Der Hof ist zu klein, es kommt regelmäßig zu Staus, und die Entsorgung erfolgt überwiegend über Container, die aufwendig ausgetauscht werden müssen. Auch aus Sicht der Stadtreinigung Hamburg ist der bestehende Hof nicht mehr zeitgemäß.

Aus diesem Grund gab es bereits seit Längerem Planungen, den Wertstoffhof zu verlagern und neu zu bauen – und zwar gegenüber des bisherigen Standorts auf den Flächen zwischen Schwarzer Weg und Hermann-Buck-Weg (Flurstück 1095). Möglich wurde diese Überlegung, weil die Flächen ursprünglich für eine oberirdische Trasse der U5 freigehalten wurden. Nachdem diese Planungen verworfen wurden, sollen die Flächen nun für den neuen Wertstoffhof genutzt werden.

Bereits mit der Drucksache 22/14766 hatte der Senat mitgeteilt, dass sich die geplante Verlagerung aufgrund massiv gestiegener Baukosten erheblich verzögert. Ein Baubeginn ist demnach frühestens ab dem Jahr 2029 vorgesehen. Neue Antworten des Senats zeigen nun: An diesem Zeitplan hat sich bislang nichts geändert – konkrete Fortschritte bleiben weiterhin aus.

Planungen seit Jahren in der Warteschleife

Schon zuvor war bekannt geworden, dass auf den Flächen zwischen Schwarzer Weg und Hermann-Buck-Weg nicht nur ein neuer Wertstoffhof entstehen soll, sondern auch ein Recyclinghof sowie weitere technische Anlagen städtischer Versorger vorgesehen sind (vgl. Drs. 22-07262).

Gleichzeitig ruht weiterhin das Bebauungsplanverfahren „Steilshoop 3“. Konkrete nächste Planungsschritte oder Zeitmarken sind bislang nicht benannt. Für die ansässigen Gewerbetreibenden bedeutet dies zwar eine gewisse Planungssicherheit am aktuellen Standort, langfristig bleibt die Entwicklung des Areals jedoch ungewiss.

Genehmigungen erst ab 2027 geplant

Auf Nachfrage teilt der Senat mit, dass die Stadtreinigung Hamburg plant, die erforderlichen Genehmigungsverfahren erst im Jahr 2027 einzuleiten.

Erst im Anschluss sollen Ausschreibungen erfolgen, um die Voraussetzungen für einen Baubeginn im Jahr 2029 zu schaffen.

Im Klartext bedeutet das: In den kommenden Jahren ist weiterhin nicht mit sichtbaren Baufortschritten zu rechnen.

Viel Zeit verloren, wenig Klarheit gewonnen

Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich: Das Projekt Wertstoffhof Schwarzer Weg bleibt ein langfristiges Vorhaben ohne kurzfristige Perspektive.

  • Baubeginn frühestens 2029
  • Genehmigungen erst ab 2027
  • Bebauungsplanverfahren weiterhin ausgesetzt
  • Keine Klarheit zur künftigen Flächennutzung

Für die betroffenen Stadtteile Bramfeld, Steilshoop und Barmbek bedeutet das vor allem eines: weiter warten.