In der Silvesternacht kam es in Steilshoop zu massiven Angriffen auf Polizei und Feuerwehr. Rund 200 überwiegend jugendliche Täter waren beteiligt und attackierten Einsatzkräfte gezielt mit Pyrotechnik. Mehrere Personen wurden verletzt. Nach ersten Erkenntnissen stammte ein Großteil der Beteiligten aus Steilshoop und den angrenzenden Stadtteilen.
Der Senat bestätigte nun, dass bisher fünf Beschuldigte ermittelt wurden. Zwei von ihnen wohnen in Steilshoop, einer in Barmbek, einer in Wandsbek und einer im Land Hessen. Damit zeigt sich: Die Gewaltausbrüche hatten ihre Wurzeln in der unmittelbaren Umgebung und waren kein von außen importiertes Problem.
Um eine Wiederholung solcher Exzesse zu verhindern, setzt die Polizei auf ein angepasstes Präsenz- und Präventionskonzept für Steilshoop. Dieses basiert auf einer fortlaufenden Lagebeurteilung und soll sowohl das Sicherheitsgefühl der Anwohner stärken als auch gezielt potenzielle Störer in den Blick nehmen.
Geplante Maßnahmen für den Jahreswechsel 2025/26 umfassen unter anderem:
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Präventionsgespräche mit Jugendlichen, insbesondere mit polizeibekannten Personen, durch den Jugendschutz,
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Auswertung der Störerstrukturen aus vergangenen Einsätzen,
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zivile Aufklärungsmaßnahmen,
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enge Zusammenarbeit mit Communities, Gewerbetreibenden, dem Allgemeinen Sozialen Dienst und Sozialarbeitern,
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Einsatz moderner Technik wie Videoüberwachung und Drohnen,
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Verbesserung der Beleuchtung im Bereich Schreyerring in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer.
Die Polizei betont, dass Störungen an Silvester häufig gruppendynamisch entstehen und nicht zwingend auf bestimmte Stadtteile begrenzt sind. Daher soll ein flexibles und schnell anpassbares Einsatzkonzept umgesetzt werden, das bekannte Schwerpunkte ebenso berücksichtigt wie spontane Entwicklungen.
Die detaillierten Einsatzplanungen für die kommende Silvesternacht sind noch nicht abgeschlossen. Klar ist jedoch: Steilshoop bleibt im Fokus – mit dem Ziel, die Sicherheit vor Ort nachhaltig zu verbessern.
– Drucksache 23/1190 –

