Wissen Sie wie viele Windkraftanlagen in Hamburg zu finden sind?

Das Stadtgebiet von Hamburg ist begrenzt und größtenteils bebaut. Dennoch sind in Hamburg 67 Anlagen in Betrieb. Der Umbau der Energieversorgung hin zu Energiequellen mit deutlich besseren Emissionswerten ist für die Stadt Hamburg essenziell zur Erreichung der gesetzten klimapolitischen Ziele. Neben dem großen Systemwechsel von der Energieerzeugung durch Kohleverbrennung hin zu Gas als Energieträger spielen auch kleinere, dezentrale Elemente eine wichtige Rolle. Die CDU befürwortet daher einen forcierten Aufbau von Fotovoltaikanlagen ebenso, wie die Ausschöpfung der Potenziale von Windenergiekraftanlagen. Den Anfragen kann man entnehmen, dass in Hamburg viele alte Anlagen in Betrieb sind, die erneuert werden könnten und damit mehr Strom produzieren könnten. Wie und wo in Hamburg Windkraftanlagen betrieben werden und welche Planungen der Senat verfolgt, lesen Sie hier.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Stephan Gamm, habe ich beim Senat nachgefragt (22-5245 und 22-5454), wie und in welchem Umfang derzeit Windkraftanlagen in Hamburg genutzt werden.

 

Derzeit befinden sich in Hamburg 67 Windkraftanlagen mit 121,9 Megawatt installierter Leistung, davon sechs auf Flurstücken, die sich im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg befinden. Die letzte Genehmigung für den Bau einer Anlage wurde im Jahr 2018 erteilt, daher befinden sich in Hamburg derzeit auch keine WKA im Bau.

 

Welche Pläne verfolgt der Senat jedoch beim Thema Windkraft?

 

Laut eigener Aussage schafft der Senat nur die Rahmenbedingungen für Zubau, Abbau und Repowering von WKA, was vorwiegend durch privatwirtschaftliche Akteure erfolgt. Dies umfasst in Hamburg die Darstellung von Eignungsflächen für Windenergie im Flächennutzungsplan. In diesen Eignungsflächen haben Neubau und Repowering zwischenzeitlich stattgefunden, sodass der Ausbau der Windenergie an Land im Rahmen des in einem Stadtstaat Möglichen bereits weitestgehend erfolgt ist. Einem weiteren Ausbau der Windenergie stehen die begrenzten Flächen eines Stadtstaats und die zahlreichen, auf engem Raum zu vereinbarenden Nutzungskonkurrenzen entgegen. Neben dem Außenbereich ist die Errichtung von WKA auch im Industriegebiet wie zum Beispiel dem Hamburger Hafen möglich. Hier befinden sich 14 der 67 Hamburger WKA, sie haben eine installierte Leistung von 43,7 Megawatt. Aufgrund der eng begrenzten Flächenpotenziale können für die Windenergie in Hamburg allerdings keine langfristigen Ausbauziele existieren, so der Senat.

 

Weiterhin heißt es, dass die im Flächennutzungsplan für den Außenbereich dargestellten Eignungsgebiete für Windenergieanlagen im Rahmen des entsprechenden Änderungsverfahrens ermittelt und hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Eignung geprüft wurden. Diese grundsätzliche Eignung wurde durch entsprechende Gutachten und Untersuchungen nachgewiesen. Hierbei wurde das gesamte Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg untersucht.

 

Die Festlegung von Eignungsgebieten hat zur Folge, dass im Außenbereich innerhalb der Flächenkulisse des Flächennutzungsplans außerhalb dieser Eignungsgebiete grundsätzlich keine weiteren Windkraftanlagen zulässig sind.

 

Die Prüfung des Potenzials für die Errichtung von WKA in Industrie- und Gewerbegebieten erfolgt im Rahmen der Antragsberatung zwischen Vorhabenträger und Genehmigungsbehörde. Hier bedarf es für jeden potenziellen Standort einer intensiven Einzelfallprüfung im Hinblick auf die umliegende, benachbarte schützenswerte Nutzung, zum Beispiel Achtungsabstände zu Störfallbetrieben et cetera.

 

Wo genau sich die Windkraftanlagen in Hamburg befinden, können Sie der unten angehängten PDF-Datei entnehmen.

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Wo werden in Hamburg Windkraftanlagen be
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