Wo sollen in den kommenden Jahren neue Wohnungen entstehen? Welche Projekte sind bereits im Bau, wo laufen Bebauungsplanverfahren – und welche Flächen stehen zwar im Wohnungsbauprogramm, kommen aber derzeit nicht voran? Der neue Entwurf des Wohnungsbauprogramms 2027 gibt einen umfassenden Überblick. Für Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne sind zahlreiche Vorhaben aufgeführt – vom kleinen Projekt mit 20 Wohnungen bis zum Moosrosenquartier mit rund 1.100 Wohnungen.
Das Bezirksamt Wandsbek hat den Entwurf des Wohnungsbauprogramms 2027 vorgelegt.
Interessant ist dabei: Ein Eintrag im Wohnungsbauprogramm bedeutet nicht automatisch, dass dort tatsächlich oder kurzfristig gebaut wird. Das Bezirksamt weist selbst darauf hin, dass sich Wohnungszahlen und Zeiträume verändern können und bei einzelnen Flächen zunächst Hindernisse geklärt werden müssen.
Für Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne enthält der Entwurf folgende Vorhaben:
Bramfeld
- Hohnenredder 23: rund 139 Wohnungen. Geplant sind ein neuer Zentralbau sowie Erweiterungen durch Aufstockung einer Altenwohnanlage. Vorgesehen sind 100 Prozent geförderte Wohnungen; ein positiver Bauvorbescheid liegt vor. Als möglicher Baubeginn wird 2027 ff. genannt.
- Am Stühm Süd 63–67: rund 114 Wohnungen, davon 15 Einfamilienhäuser und 99 Geschosswohnungen. Ein Bauvorbescheid liegt vor; als Zeitraum wird 2027 ff. genannt.
- Bramfelder Dorfplatz: Potenzial für rund 110 Wohnungen. Hier läuft das Bebauungsplanverfahren Bramfeld 75. Eine Realisierung wird ab 2028 ff. angegeben.
- Bramfelder Drift: rund 125 Wohnungen. Für 23 Wohnungen wird bereits gebaut; für das Gesamtpotenzial ist der weitere Realisierungszeitpunkt offen.
- Fabriciusstraße 4–8/Bramfelder Chaussee 5 ff.: rund 200 Wohnungen auf mehreren Baufeldern. Zwei Vorhaben sind bereits im Bau.
- Fabriciusstraße 27–29: rund 110 Wohnungen. Der Bauantrag befindet sich in Prüfung; Realisierung 2027 ff.
- Fabriciusstraße 79/Richeystraße 2–4: rund 20 Wohnungen. Ein positiver Bauvorbescheid liegt vor; 2027 ff.
- Haidlandsring: Die konkrete Wohnungszahl ist noch offen. Der sektorale Bebauungsplan Bramfeld 74 befindet sich vor der Bekanntmachung; 2027 ff.
- Haldesdorfer Straße 158–162 und Nr. 161: rund 30 Wohnungen. Zwei positive Bauvorbescheide liegen vor; 2027 ff.
- Hegholt: rund 163 Wohnungen. Für Teilbereiche liegen bereits vier genehmigte Bauanträge vor; 2027 ff.
- Ilenkruut neben Hausnummer 43: rund 20 Wohnungen. Bislang besteht laut Programm kein Mobilisierungsinteresse; dennoch wird 2027 ff. als möglicher Zeitraum genannt.
- Jahnkeweg 7–17: rund 30 Wohnungen. Das Vorhaben befindet sich seit 2024/2025 im Bau.
- Jahnkeweg 19: rund 95 Wohnungen. Die Baugenehmigung wurde erteilt; 2027 ff.
- Moosrosenweg: mit rund 1.100 Wohnungen eines der mit Abstand größten Projekte in unserem Bereich. Das Vorhaben befindet sich seit 2026 im Bau.
Steilshoop
- Borchertring 34–38: rund 225 Wohnungen. Grundlage ist der Bebauungsplan Steilshoop 11; als möglicher Baubeginn wird 2027 ff. genannt.
- Fritz-Flinte-Ring nördlich Nr. 41: rund 145 Wohnungen. Das Bebauungsplanverfahren Steilshoop 12 steht laut Entwurf vor der Feststellung; 2027 ff.
- Fritz-Flinte-Ring nördlich Nr. 56: ebenfalls rund 145 Wohnungen. Auch diese Fläche gehört zum Bebauungsplanverfahren Steilshoop 12. Unter anderem soll dafür der Sportplatz verlagert werden; 2027 ff.
- Gründgensstraße/Schreyerring – Einkaufszentrum Steilshoop: rund 430 Wohnungen. Ein Wettbewerb wurde bereits durchgeführt, das Bebauungsplanverfahren Steilshoop 13 läuft. Während der Bauphase soll die Versorgungsfunktion des Einkaufszentrums aufrechterhalten werden. Als möglicher Beginn wird etwa ab 2028 genannt.
Farmsen-Berne
- Am Dornberg: rund 20 Wohnungen, darunter zehn Einfamilienhäuser. Derzeit besteht laut Wohnungsbauprogramm allerdings kein Mobilisierungsinteresse.
- August-Krogmann-Straße 100/Neusurenland 134: Restpotenzial von rund 55 Wohnungen. Vorgesehen ist eine Entwicklung durch Fördern & Wohnen; 2027 ff.
- Berner Allee 3: rund 30 Wohnungen. Das Hauptgebäude wurde bereits saniert, der Neubau soll nachlaufend erfolgen.
- Berner Heerweg neben Nr. 162: rund 20 Wohnungen. Eine Realisierung wird derzeit mittelfristig nicht erwartet.
- Berner Heerweg/Meiendorfer Stieg: rund 390 Wohnungen. Das Wettbewerbsverfahren ist abgeschlossen, das Bebauungsplanverfahren Farmsen-Berne 41 läuft. Mindestens 35 Prozent sollen öffentlich gefördert werden. Eine Realisierung wird etwa ab 2029 ff. gesehen.
- BFW-Areal August-Krogmann-Straße/Marie-Bautz-Weg: rund 450 Wohnungen. Vorgesehen sind 100 Prozent geförderte Wohnungen im 1. bis 3. Förderweg. Der Bebauungsplan Farmsen-Berne 40 steht laut Entwurf vor der Bekanntmachung; 2027 ff.
- Friedrich-Ebert-Damm 250: rund 110 Wohnungen. Ein positiver Bauvorbescheid liegt vor; 2027 ff.
- Lienaustraße: rund 99 Wohnungen. Für 69 Wohnungen ist das Bebauungsplanverfahren Farmsen-Berne 39 abgeschlossen, für ein südliches Baufeld mit weiteren 31 Wohnungen wird ein Bauantrag geprüft. Rund 70 Prozent sollen öffentlich gefördert werden; 2027 ff.
- Neusurenland/Berner Heerweg: rund 75 Wohnungen. Das Vorhaben befindet sich bereits seit 2025/2026 im Bau.
- Neusurenland 80–82: rund 20 Wohnungen. Derzeit besteht laut Programm kein Mobilisierungsinteresse.
Damit wird deutlich, wie viel sich in den kommenden Jahren in unseren drei Stadtteilen verändern könnte. Gleichzeitig sind die Projekte in völlig unterschiedlichen Stadien: Manche Wohnungen werden bereits gebaut, für andere liegen Genehmigungen vor, wieder andere befinden sich erst im Planverfahren oder sind derzeit überhaupt nicht mobilisierbar.
Wer genauer wissen möchte, was vor der eigenen Haustür geplant ist, kann sich alle Flächen selbst ansehen. Das vollständige Wohnungsbauprogramm 2027 mit Karten, Luftbildern, Angaben zum Planungsrecht, Wohnungszahlen und dem jeweiligen Verfahrensstand habe ich direkt unter diesem Artikel als PDF eingebettet.
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