Weitere 30-km/h-Zone und Sanierungsarbeiten in Bramfeld geplant

Laut einem Bericht zum Ergebnis der Öffentlichen Umfrage zum Lärmaktionsplan 2018 wurde an der Bramfelder Chaussee, Kreuzung Fabriciusstraße, eine Fahrbahnsanierung vorgenommen.

 

Diese Fahrbahnsanierung soll bis zur Werner-Otto-Straße fortgesetzt werden. Im Entwurf der Fortschreibung des Lärmaktionsplans ist außerdem die Einführung von Tempo 30 nachts im Bezirk Wandsbek u.a. an der Bramfelder Chaussee zwischen Bramfelder Dorfplatz und Steilshooper Allee vorgesehen.

 

Was denken Sie? Ist Tempo 30 nachts wirklich angebracht?

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Kommentare: 7
  • #1

    Bärbel Kurtzahn (Sonntag, 14 Februar 2021 11:19)

    Ab 22.00 Uhr ist die Bramfelder Chaussee mäßig befahren. Für die Anwohner wäre eine Reduzierung des Verkehrslärms mit Tempo 30 sicher von Vorteil. Leider halten sich zu wenige PKW Fahrer an die Beschränkung.

  • #2

    Reinhold (Sonntag, 14 Februar 2021 13:01)

    "Ist Tempo 30 nachts wirklich angebracht? " Absolut nicht! Abgesehen von sowieso schon fehlenden Überwachungsresoucen (gilt übrigens im gesamten öffentlichen Bereich) handelt es sich in weiten Teilen nicht um eine dichtbesiedelte Strasse. Vieleicht auch einmal an schichtarbeitende oder in Not geratene Menschen denken, die auf wenigstens normal fließenden Verkehr angewiesen sind. Außerdem besteht die Möglichkeit einer vollständige Verbrennung eher bei niedrigen Geschwindigkeiten.

  • #3

    Anne (Sonntag, 14 Februar 2021 15:11)

    In der vom Bundes Umweltamt 2016 herausgegebenen Studie zur 'Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen' wird auch eine Schweizer Studie zitiert, die sagt "..., dass keine eindeutige Beziehung zwischen Vorbeifahrtpegel und Drehzahl erkennbar ist und Fahrzeugeigenschaften (Reifen und Motortyp) offenbar einen größeren Einfluss auf die Lärmsituation haben, als das Fahrverhalten (Drehzahl)." Aber auch wenn eine Geschwindigkeitsreduktion erreicht wird, so liegt die Reduktion vom Lärmpegel nur bei 1 bis 4dB, also im gerade noch wahrnehmbaren Bereich.

    Ein Zwischenfazit in der Studie besagt: "Tempo 30 reduziert die Luftschadstoffbelastung, wenn es gelingt, die Qualität des Verkehrsflusses ... zu verbessern". Wenn! Was nämlich einen bis zu 25% höheren Einfluss auf Lärmbelästigung und auch Schadstoffausstoß bewirkt, sind intelligente Ampelschaltungen!!

    Störfaktoren sind auch Raser, die gerade nachts bei leeren Straßen - trotz Begrenzung - 80 km/h fahren. Und es ist zu beachten, dass viele Fahrer auf noch ruhige (dichter besiedelte) Nebenstraßen ausweichen würden, und man allein durch ein Tempolimit keinen wesentlichen Effekt im Quartier erzielt. Also "Much ado about nothing" (Viel Lärm um nichts). LG, Anne

  • #4

    Christian Steiner (Montag, 15 Februar 2021 17:45)

    Nach meiner Meinung sollten Tempo-30-Zonen generell vermehrt eingeführt werden. Diese führen definitiv zu einer Lärmreduktion und einem verbesserten Verkehrsfluss. Wer dies anzweifelt, kann ja sich ja mal erst neben eine Autobahn und dann neben eine Tempo-30-Straße stellen und dann auswerten, wo es lauter ist und mehr Staus gibt. Mehr flächendeckende Tempo-30-Zonen verhindern auch Verlagerungseffekte, die Reinhold befürchtet. Das Problem der mangelnden Geschwindigkeitsüberwachung stellt sich gleichermaßen bei Tempo 30 und 50 und ist somit auch kein Argument gegen 30er-Zonen. Hier wäre eher ein komplettes Fahrverbot die Lösung, da es dafür keine komplizierten Messgeräte braucht, sondern nur Augen.

    Mit der Einrichtung der geplanten Tempo-30-Zone würde die Stadt Hamburg endlich ein Zeichen setzen, dass Menschen wichtiger sind als Autos. Immerhin ist Verkehrslärm für eine schier endlose Liste an physischen und psychischen Krankheiten verantwortlich, Langsamfahren nach meiner Kenntnis für keine. Welche positiven Effekte Schnellfahren auf die besagten "schichtarbeitenden oder in Not geratenen Menschen" hat, möge Reinhold einmal darstellen.

  • #5

    Reinhold (Mittwoch, 17 Februar 2021 17:52)

    Physik, Praxis-und Menschenkenntnis, ebenso wie Empathie sind nicht ihre Stärke?
    Autobahnen und Stadtstrassen miteinander zu vergleichen bestätigen den 1. Teil. Es ist lärmtechnisch ein enormer Unterschied, ob sich "normale" Fahrzeuge" in einem beständigem Tempo (50-60 km/h) bewegen, oder kriminelle Raser mit PS-starken Autos ihrem mangelnden Selbstbewußsein mit Tempo > 80 km/h Ausdruck verleihen, was abends auf freier Strasse besonders gelingt, das zum 2. Teil! Fehlt die Fantasie, das Schichtarbeiter, (darunter medizinisches Personal) dringende Wege zu erledigen haben oder private lebensbedrohliche Umstände zwingen schnell zu fahren?? Diese möchten nicht durch autohassende Eiferer denunziert werden.
    Und bitte sich nicht beschweren einen Unfall verursacht zu haben, wenn nachts in dunkler Kleidung die Strasse überquert wird, zu Fuß oder mit unbeleuchtetem Fahrrad, was mittlerweile geübte Praxis wird und zu Unrecht Autofahrern in die Schuhe geschoben wird. Außerdem sind wir in der Zivilisation angekommen und möchten keinesfalls ins Mittelalter zurück oder gar kommunistische Verhältnisse reaktivieren , in denen von oben diktiert wird, wie wir zu leben haben. Die aktuelle Gesetzeslage reicht vollkommen.

  • #6

    P. Kraus (Sonntag, 21 Februar 2021 18:14)

    @Reinhold: sie treffen haargenau ins Schwarze. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

  • #7

    Bramfelder (Samstag, 27 Februar 2021 19:24)

    Wie soll man denn noch vorankommen, wenn man nur noch 30 km/h fahren darf? Naiv betrachtet verlängert sich die Fahrzeit schon um 67%, aber weil die grüne Welle dann nicht mehr funktioniert, braucht nochmals deutlich länger. Das lässt sich schön in Hohenfelde auf dem Mühlendamm beobachten, dort muss man zwischen 22 und 6 Uhr an der Ampel zur Günterstraße fast eine volle Phase warten.
    Und diese Zeit müssten die Menschen, die morgens um 6:00 oder 6:30 bei der Arbeit sein müssen, nun noch früher aufstehen und können sie abends weniger mit ihrer Familie verbringen. Wollen wir das?