Flüchtlingsunterkünfte im Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne – Wie kann geholfen werden? Winterkleidung und Lesematerial wird gebraucht

Bei uns gibt es insgesamt drei Häuser mit insgesamt 623 Bewohnerinnen und Bewohnern, weitere Flüchtlingsunterkünfte sind derzeit nicht geplant. An wen man sich wenden kann, um sich ehrenamtlich zu engagieren, habe ich für Sie beim Senat erfragt und im Folgenden zusammengetragen. Insbesondere Winterkleidung und Lesematerial wird benötigt. Ich werde die nächsten Tage einmal schauen, ob ich noch gute Klamotten habe.

Bedingt durch die Corona-Pandemie sollen die gesellschaftlichen Kontakte soweit wie möglich heruntergefahren werden. Gerade Geflüchtete, die oftmals auf Hilfe angewiesen sind, leiden darunter. Viele Bürgerinnen und Bürger haben den Wunsch geäußert gerne helfen zu wollen, wissen meist jedoch nicht wie. Doch gerade das Engagement vor der eigenen Haustür, vor allem durch ehrenamtliche Helfer, ist entscheidend für eine gelungene Integration.

 

Ich habe daher beim Senat nachgefragt (Drs. 22/2511), wie es um die Geflüchteten in unserem Wahlkreis bestellt ist.

 

Es gibt insgesamt drei Unterkünfte bei uns, eine in Bramfeld an der Steilshooper Allee (190 Bewohner) und zwei in Farmsen-Berne in der Meilerstraße (337 Bewohner) und im Anneliese-Tuchel-Weg (96 Bewohner). Weitere Flüchtlingsunterkünfte sind derzeit nicht geplant.

 

Betrieben werden die Einrichtungen von den Unternehmen f&w fördern & wohnen AöR (f&w), die mit einigen wenigen Ausnahmen (sofern baurechtlich dazu vorgesehen), von Zuwanderinnen und Zuwanderern und Wohnungslosen gemeinsam genutzt werden.

 

An der Steilshooper Allee stehen zur Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner insgesamt fünf Vollzeitstellen zur Verfügung, in der Meilerstraße sind es sechs und im Anneliese-Tuchel-Weg eine.

 

Demgegenüber steht das ehrenamtliche Engagement, wobei der Senat betont, dass dieses keine hauptamtlichen Kräfte ersetzt und auch nicht deren Tätigkeiten wahrnimmt. Bei dem freiwilligen Engagement handelt es sich um ergänzende Angebote, die von den dort tätigen Personen selbstbestimmt und unentgeltlich durchgeführt werden. Die Akteure sind nicht Beschäftigte von f&w und auch nicht in entsprechender Weise Beschäftigten mit einer hauptamtlichen Tätigkeit gleichzusetzen.

 

In der Steilshooper Allee sind derzeit keine Personen ehrenamtlich tätig, in der Meilerstraße gibt es 26 registrierte freiwillig engagierte Personen, die folgende Angebote initiieren:

 

• Worldcafe (internationaler Frauentreff und Kinderangebot)

• Deutschkurse

• Kleiderkammer

• Patenschaften

 

Im Anneliese-Tuchel-Weg gibt es fünf registrierte freiwillig engagierte Personen, die eine Kleider-kammer anbieten.

 

Dieses Engagement ist derzeit nur bedingt möglich. In der Meilerstraße sind die Angebote durch die Corona-Pandemie aktuell eingeschränkt worden. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf maximal 6 Personen beschränkt. Hinzu kommen hohe Hygieneauflagen. Bei Auftreten von Infektions- bzw. Verdachtsfällen wird das Engagement vereinbarungsgemäß ganz ausgesetzt und jegliche Angebote Freiwilliger entfallen. Dies dient auch dem Schutz der ehrenamtlich tätigen Personen, die aufgrund ihres Alters und eventueller Vorerkrankungen zum Teil zur vulnerablen Personengruppe gehören. Im Anneliese-Tuchel-Weg gibt es aufgrund der Einhaltung hoher Hygieneauflagen keine Einschränkungen des Betriebes der Kleiderkammer.

 

Doch wie kann man sich überhaupt mit einbringen und den Menschen helfen, sich bei uns zurecht zu finden?

 

Wer sich in der Flüchtlingshilfe freiwillig engagieren möchte, kann sich an die Koordinatorin für das freiwillige Engagement in der Flüchtlingshilfe wenden, und zwar im zuständigen Sozialraummanagement des Bezirksamtes Wandsbek (vgl. https://www.hamburg.de/fluechtlinge-grundlagen/5038392/fluechtlings-koordinatoren/).

 

Auch über die Betreiberfirma f&w steht eine bezirkliche Ansprechperson für die Koordination des Engagements in der Flüchtlingshilfe zur Verfügung (https://www.foerdernundwohnen.de/unternehmen/engagement/). Darüber hinaus können die Ansprechpersonen (Leitung und Unterkunfts- und Sozialmanagement) der Einrichtungen angesprochen werden. Auch kontaktloses Engagement über digitale Medien wäre möglich.

 

Dazu vermittelt das von der Sozialbehörde geförderte AKTIVOLI Wandsbek Freiwilligenzentrum (http://www.aktivoli-wandsbek.de/) für Interessierte jeweils ein passendes Engagement, unter anderem auch über die zentrale Engagement-Datenbank https://freiwillig.hamburg/ der Landesarbeits-gemeinschaft der Freiwilligenagenturen Hamburg.

 

Wer das zeitlich nicht leisten kann und dennoch etwas tun möchte, Sach- und Geldspenden sind ebenfalls willkommen,

 

In den Kleiderkammern der Unterkünfte Meilerstraße und Anneliese-Tuchel-Weg sind derzeit insbesondere folgende Sachspenden gefragt:

 

• Winterbekleidung für die Altersgruppe Kleinstkinder, Kinder und Jugendliche (Handschuhe, Mützen, Winterjacken und –stiefel)

• Winterbekleidung für Frauen insbesondere im Anneliese-Tuchel-Weg

• Kinderbücher/Leselernbücher für die erste und zweite Klasse insbesondere in der Meilerstaße

 

Personen und Institutionen/Unternehmen können den Unterkünften sowohl zweckgebundene als auch zweckfreie Geldspenden zukommen lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unterkünfte vermitteln potenzielle Spenderinnen und Spender an dafür zuständige Stellen bei f&w, die in allen Fragen der Umsetzung, Bescheinigungen und Daten weiterhelfen.

 

Haben Sie schonmal Geflüchteten geholfen oder wollen es wohlmöglich in Zukunft tun? Dann melden Sie sich doch bei einer der oben genannten Stellen.

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