Planungsdesaster Zugang Bramfelder Dorfpassage – Fertigstellung laut Senat erst im Herbst

Der Senat rechnet für die Bramfelder Dorfpassage mit einer Fertigstellung erst im Herbst. Ein wahrer Schildbürgerstreich. Seit mehr als zwei Jahren warten alle auf diesen barrierefreien Zugang. Die Trinkwasserleitung wurde bereits verlegt, jedoch dauern die Bauarbeiten noch bis in den Herbst an. Die ansässigen Händler müssen somit die umsatzstarken Sommermonate ein weiteres Mal abschreiben. Insbesondere für den Seppel (Unverpacktladen) ein herber Schlag, da sein Laden aufgrund eines Wasserschadens saniert werden musste. Sein komplettes Erspartes hat er für den Laden aufgewandt. Um zu überleben, ist er bereits auf Spenden angewiesen. Wer helfen will, findet unter https://www.seppels-laden.de/ weitere Informationen.

Vor kurzem habe ich Ihnen berichtet, dass die Geschäfte in der Bramfelder Dorfpassage sich zusätzlich zu dem barrierefreien Zugang eine Überdachung und mehr Grün wünschen.

 

Seit 2010 wird an der Idee einer Bramfelder Dorfpassage vom Dorf- zum Marktplatz gearbeitet. Die Planung der Fußgängerzone ist im Oktober 2017 schlussverschickt worden und mehr als drei Jahre später ist immer noch kein barrierefreier Zugang fertiggestellt.

 

Gemäß Senatsauskunft (22-5114) wurde zumindest die Trinkwasserleitung vom 28. bis 30. Juni 2021 verlegt. Nach erfolgreicher Druckprobe und Freigabe durch das Wasserlabor von Hamburg Wasser, sollen die Arbeiten in der 27. Kalenderwoche (5. bis 11. Juli) mit der notwendigen Netzeinbindung abgeschlossen sein.

 

Fertig ist der Durchgang damit aber noch lange nicht. Nach aktuellen Planungen ist die Fertigstellung erst für den Herbst 2021 geplant. Nach Fertigstellung der Maßnahme erfolgt eine technische Abnahme durch das zuständige Bezirksamt und bei mängelfreier Herstellung eine Übernahme der Flächen.

 

Das ist eindeutig zu spät, damit gehen den Händlern die umsatzstarken Sommermonate ein weiteres Mal durch die Lappen. Hätte man früher mit den Planungen und den Bauarbeiten begonnen, wäre dieses Desaster vermeidbar gewesen. Hinzukommt, dass es aufgrund der Bauarbeiten nun gar keinen Zugang mehr zum Markt gibt. Die gesamte potenzielle Kundschaft muss nun den langen Umweg um das EKZ/Kaufland nehmen.

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