Mein Praktikum bei Sandro Kappe

Moin, liebe Bramfelder, Farmsen-Berner und Steilshooper Leute!

 

Ich habe vor kurzem ein zweiwöchiges Praktikum bei Sandro Kappe und seinen Mitarbeitern gemacht und wollte Ihnen gerne davon berichten.

 

Zwar hat die Pandemie dafür gesorgt, dass dieses Schulpraktikum mehr mit Homeoffice zu tun hatte als täglich im Büro zu arbeiten und auch mit Bürgerbüro-Besuchern und -Besucherinnen zu schnacken. Das hat gefehlt.

 

Aber die Treffen, die Aufgaben und die mir übertragene Verantwortung waren trotzdem spannend.

So habe ich mich mit dem HVV-Tarifsystem für Kinder und Schüler auseinandergesetzt und bemerkt, dass der Senat hier noch viel zu tun hat. Warum zum Beispiel können Kindertickets nur bis zum Alter von 14 Jahren genutzt werden? Der Nahverkehr muss attraktiver werden, sonst wird das nichts mit der Verkehrswende. Hierfür habe ich an einer parlamentarischen Anfrage mitgewirkt.

 

Dann habe ich mich gefragt, warum Mülleimer an Bahngleisen und Bushaltestellen so oft kaputt oder überfüllt sind. Ja klar, Corona hat für mehr Müll gesorgt. Aber wenn sich alle in unserer Stadt wohlfühlen sollen, dann muss dafür gesorgt werden, dass erhöhtes Müllaufkommen von der Hochbahn, vom HVV und von der Stadtreinigung durch erhöhte Reinigungsfrequenzen abgefedert werden, meinen Sie nicht auch? Und Mülleimer, die durch einen Fußtritt ihren Inhalt freigeben, sind eine Fehlkonstruktion. An solchen Stellen müssen dann eben Müllbehälter anderer Bauart aufgestellt werden.

 

Klar, vergleichsweise kleines Problem – wenn man aber täglich Müllberge sieht, ist das kein schöner Anblick. Auch hier habe ich direkt beim Senat nachgefragt.

 

Da ich als Praktikantin auf einmal mitten drin war, sind mir viel mehr Dinge sowohl aufgefallen, als auch eingefallen. Ich habe mich zum Beispiel über die Green Kayaks sehr gefreut und dann einen Artikel dazu geschrieben. Haben Sie ihn gelesen? Scrollen Sie runter, er ist schon veröffentlicht.

 

Außerdem finde ich, dass Schüler und Schülerinnen Erste Hilfe beherrschen sollten. Warum ist das keine Pflicht? Ich bin gespannt auf die Senats-Antwort.

 

Diese und weitere Themen sowie interessante Gespräche mit Herrn Kappe und seinen Mitarbeitern haben mich schon etwas weitergebracht. So öde ist Politik nicht, wie es gerne gesagt wird. Man kann schon vieles verändern und lernt nach und nach, wie und wo man recherchiert, welche Ansprechpartner und Gremien es gibt, ob etwas informell oder offiziell gelöst werden kann und dass Politik auch transparent ablaufen kann.

 

Ganz unabhängig von der Partei kann ich ein Praktikum in Bezug auf Politik, zum Beispiel bei Bürgerschaftsabgeordneten, sehr empfehlen, da man sich so auch als junger Mensch gut in die Politik mit einbringen kann und beispielsweise die Abläufe besser versteht als es einfach nur stumpf in der Schule zu lernen.

 

Danke für die Aufmerksamkeit,

 

Ihre Caroline Herzberg

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