Anti-Gewalt-Projekt dauerhaft fördern! Bisher muss jedes Jahr neu beantragt werden. Fachbehörde will nicht mitspielen. – Was meinen Sie?

Stop-Partnergewalt: Alle Parteien der Bezirksversammlung sind sich einig: Anti-Gewalt-Projekt dauerhaft fördern! Bisher muss jedes Jahr neu beantragt werden. Fachbehörde will nicht mitspielen. – Was meinen Sie?

Kennen Sie das StoP-Projekt? „StoP“ bedeutet „Stadtteile ohne Partnergewalt“ und ist eine Initiative, die in vielen deutschen Städten mit konkreter Sozialarbeit Gewalt in Partnerschaften bekämpft. Seit 2010 ist die Initiative auch in Steilshoop präsent und leistet wertvolle Arbeit. Finanziert wird „StoP“ in Steilshoop durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und den Bezirk Wandsbek.

Schon längere Zeit fordern alle Fraktionen der Bezirksversammlung Wandsbek eine Verstetigung der Finanzierung von der BASFI. Auf meine Anfrage zur Forderung der festen Einplanung der Zahlungen an „StoP“ bekam ich jedoch nur eine unkonkrete Antwort. „Für den Doppelhaushalt 2019/2020 sind […] 20.000 Euro pro Haushaltsjahr […] zur Verfügung gestellt worden“, hieß es in der Antwort.

Auf die Frage wurde nicht direkt eingegangen. Ich finde, dass dies nicht sein kann. Das StoP-Projekt ist garantiert günstiger als die Folgekosten von häuslichen Gewalttaten, die damit aktiv verhindert oder gestoppt werden. In Geld ist auch gar nicht auszudrücken, wenn Menschen Gewalt erspart bleibt.

 

Das Land Hamburg sollte sich freuen, dass für diese relativ geringe Summe etwas so Wichtiges auf die Beine gestellt wird. Eine Zusage zu einer dauerhaften Finanzierung würde dem Projekt in Steilshoop Sicherheit bringen. Sozialarbeit, die Perspektiven schafft, muss auch selbst eine Perspektive haben. Ich bleibe für Sie am Drücker. Was sagen Sie zur Problematik der Finanzierung? Sollte das Projekt dauerfinanziert werden?

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