Appelhoffweiher: Tote Fische in der Seebek – Wie ist der aktuelle Stand der Ermittlungen zu den Ursachen?

Seit Monaten versucht der Senat herauszufinden, wie es zu dem Fischsterben in der Seebek gekommen ist.

 

Viele Gerüchte geistern herum. Einige haben gehört, dass die Inhalte von chemischen Toiletten eingeleitet worden seien, andere sprechen von Arsen.

 

Derlei Gerüchte helfen wenig. Daher habe ich erneut beim Senat nachgefragt.

 

Seit Monaten versucht der Senat herauszufinden, wie es zu dem Fischsterben in der Seebek gekommen ist. Viele Gerüchte geistern herum. Einige haben gehört, dass die Inhalte von chemischen Toiletten eingeleitet worden seien, andere sprechen von Arsen. Derlei Gerüchte helfen wenig. Daher habe ich erneut beim Senat nachgefragt.

 

Mit Drucksache 22/4858 teilt der Senat mit, dass die in den Appelhoffweiher einmündenden Entwässerungssysteme fortlaufend untersucht werden. Ergänzend wurden durch die Wasserschutzpolizei Zuläufe aus einem Kleingarten und aus einem offenen Graben überprüft, wobei die Befunde nach Kenntnis des zuständigen Bezirksamts negativ waren.

 

Im Vergleich zu den Proben, die unmittelbar nach dem Fischsterben am 8. April 2021 genommen wurden, wurden in einer am 6. Mai 2021 durch das zuständige Bezirksamt entnommenen Kontrollprobe deutlich geringere Keimbelastungen im Appelhoffweiher festgestellt.

 

Bislang konnte ein Fehlanschluss aus dem Regensielnetz identifiziert werden. Ein weiterer Fehlanschluss wird vermutet. Ob der bereits identifizierte Fehlanschluss und der weitere vermutete Fehlanschluss für die Gewässerverunreinigungen ursächlich sein können, befindet sich derzeit noch in Prüfung.

 

Die bisherigen Prüfungen haben zu keinen belastbaren Erkenntnissen geführt. Aus meiner Sicht muss hier endlich eine Task-Force gegründet werden, welche konsequent die Ursachen ermittelt.

 

Weitere Infos zu dem Vorgang:

 

Die bei der zuständigen Dienststelle der Wasserschutzpolizei, WSP 51 - Umwelt- und Verbraucherschutzdelikte, bekannt gewordenen Erkenntnisse aus Gewässerverunreinigungen werden regelmäßig Gegenstand eines Strafermittlungsverfahrens. Der Gesamtvorgang wird unter dem polizeilichen Leitaktenzeichen WSP51/1S/0205381/2021 geführt. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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