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Bramfelder Dorfpassage: Gewerbetreibende müssen auf Überdachung verzichten

Mit einer Eingabe, die auf den Juni 2021 datiert und sich seit jeher hinzieht, versuchen Gewerbetreibende der Bramfelder Dorfpassage im regionalen Ausschuss Gehör zu finden. Die CDU hat auf die Möglichkeit verwiesen, im Regionalausschuss eine Eingabe zu hinterlassen. Mit der BV-Drs. 21-3522 wollten die Geschäftsinhaber folgende Wünsche von der Politik prüfen lassen:

  • Eine Überdachung für die Fußgänger.
  • Mehr Grünflächen
  • Mehr Bänke
  • Neue Mülleimer
  • Einbeziehung der Brado-Passage in die Eventplanung und den Ausbau der U5
  • Ausweitung/Flexibilisierung der Lieferverkehrszeiten

Seit der ursprünglichen Einreichung sind viele Probleme aufgetreten. So mussten leider schon Gewerbetreibende aufgeben, bspw. der Unverpacktladen. Corona-Einschränkungen, die Dorfpassagen-Baustelle zur Herstellung einer vollständig barrierefreien Passage sowie die U5-Baustelle, Lieferkettenprobleme und nun auch noch die Kaufzurückhaltung aufgrund der hohen Inflation – das alles war hinderlich und teils desaströs fürs Geschäft.

Mehr Engagement des Bezirksamts für eine hochattraktive Bramfelder Dorfpassage ist da aus Sicht der CDU im Regionalausschuss zu befürworten. Mittlerweile wurde auch Einiges getan:

Bäume wurden gepflanzt, neue Bänke und Mülleimer aufgestellt und der Durchgang von Richtung Kaufland zum Dorfplatz zu einer breiten und barrierefreien Passage umgesetzt. Letzteres allerdings stark zeitverzögert – Grundstücke mussten gekauft und notariell beurkundet werden, dabei ließ die Verwaltung viel Zeit verstreichen.

Im Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne wurde nun am 04.05.2023 eine Referentin des Bezirksamts eingeladen, um die Sicht des Bezirksamts auf die Wünsche der Gewerbetreibenden zu erläutern.

Eine Überdachung/Teilüberdachung sieht das Bezirksamt als sehr schwierig umsetzbar an. Es stehen erhebliche Brandschutzbedenken im Weg, das Amt kennt die Beschaffenheit der Außenfassaden der einzelnen Gebäude nicht und es stehen Bäume in der Dorfpassage, die mit einer Überdachung nicht konform gehen. Da die Gebäude nicht der Stadt gehören, müssen die Gewerbetreibenden mit den Gebäudebesitzern in Kontakt treten und könnten sich dann wieder an das Bezirksamt wenden.

Mehr Bäume, Grünflächen und Bänke sind laut Aussage der Referentin nicht möglich. Jeglicher Platz sei mittlerweile belegt. Zudem müssen Flächen für die Außengastronomie vorgehalten werden.

Der Lieferverkehr bleibt weiterhin von 6 bis 10 Uhr bestehen. Dies hat die Polizei im Ausschuss mehrmals betont. Das hat den Grund, dass die Sicherheit der Fußgänger gewährleistet sein muss, die Lieferzeiten seien nicht verhandelbar.

Vielmehr ist Lieferverkehr zu anderen Zeiten demnächst physisch nicht mehr möglich: Es sollen Poller gesetzt werden, die die Einfahrt in die BraDo unmöglich machen. Es wird auch keine Taxi-Ausnahmen geben. Einzig Krankentransporte werden Sonderrechte genießen.

Wenn sich weitere Neuigkeiten zur Bramfelder Dorfpassage ergeben, werde ich Sie wieder informieren.

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Bramfelder Dorfpassage: Gewerbetreibende müssen auf Überdachung verzichten • Sandro Kappe