Viele Steilshooperinnen und Steilshooper haben mich in den vergangenen Wochen gefragt: Wie geht es eigentlich mit dem Einkaufszentrum Steilshoop weiter? Was wird saniert, was wird neu gebaut – und was bedeutet das für die Nahversorgung im Stadtteil? Nach aktuellem Stand zeichnet sich folgendes Bild ab.
Zunächst nur Zwischennutzung im nördlichen Teil
Kurzfristig ist keine umfassende Sanierung des bestehenden Einkaufszentrums vorgesehen. Stattdessen sollen im nördlichen Teil des EKZ Flächen für eine Zwischennutzung hergerichtet werden. Dort sollen Räume entstehen, in die verbliebene Mieter aus dem sogenannten Ärztehaus vorübergehend umziehen können.
Der Eigentümer geht derzeit davon aus, dass die Herrichtung dieser Flächen noch in diesem Jahr erfolgen könnte.
Großer Umbau erst deutlich später
Die eigentliche grundlegende Entwicklung des Zentrums wird noch deutlich länger dauern. Zunächst muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Nach aktuellem Stand könnte dieser erst um das Jahr 2028 herum genehmigungsreif sein. Erst danach kann ein Bauantrag gestellt werden und ein Neubau beginnen.
Das bedeutet:
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Baubeginn frühestens ab 2028
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Fertigstellung realistisch erst Anfang der 2030er Jahre
Parallel dazu wird auch die U-Bahn-Station Steilshoop an der Gründgensstraße gebaut, was die Planungen zusätzlich komplex macht.
Aldi könnte vom Abriss betroffen sein
Ein Thema, das viele Menschen im Stadtteil besonders bewegt, ist die Nahversorgung. Im Rahmen der Planungen für das neue Zentrum wurde dargestellt, dass große Teile des heutigen Gebäudebestands abgerissen werden müssen, um Platz für eine neue Bebauung zu schaffen. Hintergrund ist unter anderem, dass Teile der bestehenden Gebäudestruktur nicht für zusätzliche Geschosse ausgelegt sind.
Davon könnte auch der heutige Aldi-Markt im EKZ betroffen sein, der nach derzeitigen Planungen im Zuge der späteren Neubebauung wohl abgerissen werden müsste. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner ist dieser Markt jedoch ein zentraler Bestandteil der Nahversorgung im Stadtteil.
Gerade deshalb wird es entscheidend sein, frühzeitig Lösungen zu entwickeln, damit Steilshoop während möglicher Bauphasen nicht vor Versorgungsproblemen steht.
Ursprüngliche Planungen aus dem Architektenwettbewerb
Bereits 2024 wurde ein Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Zentrums durchgeführt. Der Siegerentwurf sieht eine umfassende Neuordnung des Bereichs vor:
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ein neues Nahversorgungszentrum mit Einzelhandel und Gastronomie
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Räume für soziale und gesundheitliche Einrichtungen
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neue Wohnungen über dem Einkaufsbereich
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neue Plätze und Aufenthaltsflächen
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eine direkte Verbindung zur zukünftigen U-Bahn-Station Steilshoop
Nach diesen Planungen soll ein großer Teil der heutigen Bebauung abgerissen und durch ein neues Zentrum ersetzt werden.
Fest steht: Die Entwicklung des EKZ Steilshoop wird noch viele Jahre dauern. Kurzfristig wird es zunächst nur Zwischennutzungen und kleinere Umbauten geben. Der eigentliche Neubau des Zentrums dürfte frühestens ab 2028 beginnen und erst Anfang der 2030er Jahre abgeschlossen sein.
Gerade deshalb bleibt entscheidend, dass die Nahversorgung für die Menschen in Steilshoop während der gesamten Übergangszeit gesichert bleibt.
Wer sich einen eigenen Eindruck von den ursprünglichen Planungen machen möchte, findet hier die Sanierungszeitung zum Projekt:
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