Warum sind die Gassibeutel nicht aus Bioplastik?

Oftmals stellte sich mir bereits die Frage, warum die in Hamburg verwendeten Gassibeutel aus Plastik bestehen, wenn doch beständig auf dessen Schädlichkeit hingewiesen wird. Eine Nachfrage beim Senat (Drucksache 22/1236) ergab, dass diese zumindest aus 60% recyceltem Plastik hergestellt werden.

 

Zudem teilte der Senat mit, dass sich die Stadtreinigung Hamburg bewusst gegen die Verwendung von Bioplastik entschieden hat. So sei die Kompostierbarkeit von Bioplastik nur unter speziellen Umständen gegeben. Dafür sind z.T. höhere Temperaturen und eine größere Kompostmenge nötig. Je nach Art des Bioplastiks ist sogar dann eine vollständige Kompostierung nicht gewährleistet. Rückstände aus echtem Mikroplastik wären die mögliche Folge. Des Weiteren sieht die Stadtreinigung das Risiko, dass die Hundehalterinnen und Hundehalter in der Annahme einer restlosen Kompostierung und Umweltverträglichkeit verstärkt dazu verleitet werden, die Gassibeutel in der Natur zu entsorgen.

 

Vertrieben werden sie, wie viele Hundebesitzer unter Ihnen bereits wissen werden, kostenlos über alle Hamburger Filialen der Firma BUDNI, einige Filialen von DM und auf den Hamburger Recyclinghöfen. Außerdem führen in der Regel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reinigungsteams der Stadtreinigung Gassibeutel mit sich und geben diese aus. Zusätzlich können Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer Gassibeutel mit einem frankierten Rückumschlag bei der Stadtreinigung bestellen. Aufgrund negativer Erfahrungen hält die SRH eine Vorhaltung an Papierkörben nicht für sinnvoll und hat aus diesem Grund keine Vorrichtungen an den Papierkörben vorgesehen, die Gassibeutel aufnehmen könnten.

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