Hundesteuer steigt um 400.000 Euro, Zahl der Hundehalter um 2.127 angestiegen - Beseitigung des Hundekots wird kaum kontrolliert

Die Hundesteuer ist seit 2018 um 400.000 Euro – von 4,2 Millionen auf 4,6 Millionen Euro – gestiegen. Die Verwendung der Hundesteuer ist nicht zweckgebunden. Die Hundesteuer wird nach dem Gesamtdeckungsprinzip zur Finanzierung sämtlicher öffentlicher Aufgaben verwendet. Derzeit weist Hamburg noch 134 Hundeauslaufflächen aus. 2020 wurden 34,1 Millionen Gassibeutel verteilt. 2,2 Millionen mehr als noch 2019. Dafür hat der Senat 153.549 Euro aufgewendet. Die „Gassibeutel“ sind bei verschiedenen Drogerieketten, auf allen Recyclinghöfen der Stadtreinigung, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gehwegreinigung und bei den in einigen Stadtteilen zusätzlich eingesetzten „Kümmerern“ der Stadtreinigung kostenlos erhältlich. Außerdem können Hamburger Hundehalter per Post „Gassibeutel“ von der Stadtreinigung erhalten, sofern der postalischen Bestellung ein frankierter und adressierter Rückumschlag beiliegt.

In Hamburg wächst die Zahl der Hunde und damit auch die Einnahmen aus der Hundesteuer. Und es ist an der Zeit, dass die erzielten Mehreinnahmen auch bei den Hundehaltern ankommen und nicht im Haushalt versacken. Das seit letztem Jahr eine weitere Hundeauslauffläche weggefallen ist, ist auf jeden Fall keine gute Entwicklung. Hamburg braucht mehr Hundeauslaufzonen und nicht weniger. Die Mehreinnahmen müssen dafür genutzt werden. Hundekot auf öffentlichen Wegen bleibt auch in Hamburg ein alltägliches Ärgernis. Zumal der Senat Verstöße so gut wie gar nicht kontrolliert. Für die Kontrolle sind die WasteWatcher der Stadtreinigung zuständig. Jedoch konnten diese 2020 in ganz Hamburg nur lächerliche 10 Verstöße feststellen. 2019 waren es auch nur 27. Kein Wunder, wenn überhaupt nur am Tag und dann noch gut sichtbar in Uniform kontrolliert wird. Hier muss der Senat endlich Abhilfe schaffen. Der Kontrolldienst muss personell besser ausgestattet werden und Verstöße auch tatsächlich in der ganzen Stadt kontrollieren. Es ist leider so, dass Regeln nur so gut sind, wie diese auch kontrolliert werden.

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Kommentare: 3
  • #1

    Lühman (Mittwoch, 10 Februar 2021 18:01)

    "Beseitigung des Hundekots wird kaum kontrolliert". Dazu nimmt keiner Stellung, bis uns allen das Problem in Form von Krankheiten auf die Füsse fällt. Es trifft ja keinen Verantwortlichen, weder Verursacher, noch Gesetzesmacher....

  • #2

    Andrea Roemer (Samstag, 13 Februar 2021 22:32)

    Lühmann, da gibt es schlimmeres als diese Hundehäufchen, die meistens doch schon gut mitgenommen werden.... z.B. Zigarettenkippen, Müll, Verbrennen von Gartenabfällen, statt Zigaretten wird Marihuana geraucht oder sogenannte Wasserpfeifen, Glasflaschen Fahrradfahrer, die meinen ihnen gehört der Weg allein, parkende Autos, die den Fussgängern den Weg rauben...usw......nur müsste man auch Abfalleimer genug zur Verfügung stellen und nicht immer mehr abbauen, gerade, WEIL diese Häufchen dort entsorgt wurden.

  • #3

    Lühmann (Sonntag, 14 Februar 2021 14:42)

    "...Hundehäufchen, die meistens doch schon gut mitgenommen werden...", um im nächsten Gebüsch entsorgt zu werden. Das ist leider auch oft Fakt. Ohne strikte Kontrolle und drastische Strafen geht es nicht, es sei denn kleingeistige Chaoten machen unser Land zum Slum.