Forderung der CDU: Hunde aus Tierheimen und Therapiehunde in Hamburg von der Steuerpflicht befreien & Tierheim erweitern

Wir – die CDU in Hamburg – sind sehr dankbar für die harte Arbeit des Tierheims HTV in der Süderstraße und natürlich auch des Franziskus-Tierheims. An der Süderstraße sind ständig ca. 1.000 Tiere untergebracht, letzter Stand am 23.04. waren sogar 1.195 Tiere.

 

Wir wollen die Bedingungen für das Tierheim verbessern und fordern die Unterstützung der Stadt beim Ausbau. Dieser Antrag liegt derzeit im Fachausschuss und wird demnächst beraten.

 

Doch auch die Situation der Tiere, insbesondere der Hunde, liegt uns am Herzen. Wir wünschen uns eine schnellere Vermittlung von Tierheimhunden. Erreichen lässt sich dies mit dem Drehen an der Preisschraube.

Wenn ein Hund aus dem Tierheim von einem Haushalt aufgenommen wird, muss dieser Haushalt im ersten Jahr nur 48 statt 90 EUR an Hundesteuer zahlen (auf Antrag). Das reicht uns jedoch nicht.

 

Schließlich müssen neue Herrchen und Frauchen auch eine Schutzgebühr ans Tierheim zahlen (280 EUR im HTV-Tierheim) und bei chronisch kranken Hunden dauerhaft Spezialfutter, Tierarzt-Behandlungen oder Medikamente. Die Schutzgebühr ist absolut notwendig zum Schutz vor Impulskäufen. Doch gerade so manch illegal operierende Züchter bietet Welpen oft günstiger an.

 

Mit dem Wegfall der Hundesteuer werden mehr potenzielle Hundebesitzer ein Tier aus dem Tierheim in Erwägung ziehen und kranke Hunde fänden bei der finanziellen Entlastung auch schneller neue Besitzer.

 

Das lohnt sich auch für die Stadt, wenn es um Hunde geht, die in ihrem Auftrag im Tierheim verweilen. Schließlich liegt die Tagespauschale pro Hund bei 16 EUR, die Hamburg bezahlen muss. So entsprechen schon 28 Tage Tierheim der Hundesteuer von fünf Jahren. Dass sich hier eine rasche Vermittlung lohnt, liegt auf der Hand.

 

Therapie-, Begleit-, Besuchs- und Assistenzhunde

 

Therapiehunde sind den meisten Menschen heutzutage ein Begriff. Sie sind zusammen mit ihren Herrchen oder Frauchen aus dem Bereich Pädagogik und Medizin ausgebildet und zertifiziert. Mit dem Einsatz von Therapiehunden lassen sich sinnvolle Therapien erreichen.

 

Viele Personen sind den Hunden gegenüber viel aufgeschlossener als den Menschen. Somit sind pädagogische und Heilungs-Prozesse besser möglich, z. B. für Kinder, Menschen mit Einschränkungen oder depressive Menschen. Therapiehunde lassen sich sehr vielseitig einsetzen.

 

Um Therapien und Pädagogik mit Hunden zu fördern, bedarf es auch hier einer Hundesteuerermäßigung. Zahlreiche Gemeinden besitzen teils schon seit Jahren dauerhafte Hundesteuerbefreiungen in ihren Hundesteuersatzungen. So z. B. Jena oder Lübeck. In Berlin sind Hunde gleich ganz steuerfrei, wenn sie nicht von Privatpersonen zur persönlichen Lebensführung besessen werden.

 

Am 05.05.21 zeigt sich, was die anderen Bürgerschaftsfraktionen von unserem Antrag halten. Ich hoffe sehr, dass Rot-Grün hier aufgeschlossen ist.