An der Messstation in der Nähe von Gut Karlshöhe in Bramfeld wurde über Jahre hinweg die Luftqualität im Hamburger Nordosten erfasst. Die Messungen dienten insbesondere dazu, die Ozonbelastung der Bevölkerung im vorstädtischen Raum zu beobachten und zu bewerten.
Nun zeigt sich jedoch: Aktuell gibt es in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne keine Luftmessstation mehr.
Messstation wurde 2025 verlegt
Die bisherige Messstation in Bramfeld wurde Anfang 2025 nach Bergstedt verlagert, also weiter an den Stadtrand. Hintergrund ist laut Senat, dass die höchsten Ozonkonzentrationen typischerweise eher in vorstädtischen oder ländlichen Gebieten auftreten. Daher wurde der Standort entsprechend angepasst.
Damit existiert derzeit keine stationäre Luftmessstelle mehr in den Stadtteilen Bramfeld, Steilshoop oder Farmsen-Berne.
Messergebnisse aus den letzten Jahren
Für die Jahre 2023 und 2024 liegen noch Daten der ehemaligen Messstation in Bramfeld vor. Dort wurden vor allem folgende Schadstoffe gemessen:
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Ozon (O₃)
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Stickstoffmonoxid (NO)
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Stickstoffdioxid (NO₂)
Die Ergebnisse zeigen insgesamt relativ niedrige Belastungen.
Jahresmittelwerte:
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Stickstoffmonoxid (NO):
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2023: 3 µg/m³
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2024: 2 µg/m³
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Stickstoffdioxid (NO₂):
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2023: 10 µg/m³
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2024: 9 µg/m³
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Ozon (O₃):
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2023: 50 µg/m³
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2024: 51 µg/m³
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Keine Grenzwertüberschreitungen
Auch bei den Spitzenwerten gab es keine Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte.
Beim Ozon wurden zwar einzelne höhere 8-Stunden-Werte gemessen, jedoch blieben diese innerhalb der zulässigen Grenzen. Die gesetzliche Informationsschwelle von 180 µg/m³ im Stundenmittel wurde in den betrachteten Jahren nicht überschritten.
Auch die Grenzwerte für Stickstoffdioxid wurden deutlich eingehalten. Der zulässige Jahresmittelwert liegt bei 40 µg/m³ – die gemessenen Werte lagen in Bramfeld bei lediglich 9 bis 10 µg/m³.
Insgesamt gute Luftqualität im Hamburger Nordosten
Die vorliegenden Messdaten zeigen somit, dass die Luftqualität in Bramfeld in den vergangenen Jahren insgesamt gut war und die geltenden Grenz- und Zielwerte eingehalten wurden.
Mit der Verlagerung der Messstation nach Bergstedt werden die Messungen künftig stärker auf vorstädtische Randlagen ausgerichtet.
Quelle: Bürgerschaftsdrucksache 23-03273

