Wie steht es um die Hamburger Naturschutzgebiete?

Die unter Naturschutz stehende Fläche hat sich hamburgweit auf 9,71% erhöht. Mit der Erweiterung der Naturschutzgebiete Kirchwerder Wiesen und Boberger Niederung soll die Fläche auf 10% anwachsen. Die Einrichtung eines Biosphärengebietes wird geprüft. Erhöht hat sich auch das Budget der Umweltbehörde für die Naturschutzgebiete um mehr als das doppelte auf 3.612.000 €. Im Bezirk Eimsbüttel gibt es keine Naturschutzfläche. Der Bezirk Wandsbek weist mit 2.150ha die größte Fläche in Hamburg auf.

Wie es um die Naturschutzgebiete unserer Hansestadt bestellt ist, habe ich beim Senat erfragt (Drs. 22/3110). 9,71 Prozent der Hamburger Landesfläche stehen unter Naturschutz. Im Jahr 2015 waren es nur 8,88 Prozent. Der Anteil soll auf mindestens zehn Prozent erhöht werden – u.a. mit der Erweiterung der Naturschutzgebiete Kirchwerder Wiesen und Boberger Niederung, die momentan seitens der zuständigen Behörde fachlich vorbereitet wird.

 

Darüber hinaus soll geprüft werden, ob ein Biosphärengebiet in der Metropolregion ein erfolgversprechender Baustein für mehr Biodiversität und Nachhaltigkeit sein kann. Der Senat verspricht, dass eine Prüfung innerhalb der Legislaturperiode erfolgt.

 

Was tut die Stadt, um die vorhandenen Schutzräume aufzuwerten bzw. zu erhalten?

 

In den Grünanlagen werden keine klassischen Aufwertungsmaßnahmen im Sinne des Natur- und Artenschutzes durchgeführt, vielmehr werden Hunderte von kleinen bis zu sehr großen Maßnahmen zur Aufwertung von Natur und Landschaft durch unterschiedlichste Akteure wie beispielsweise die FHH, Naturschutzverbände, Stiftungen oder Private durchgeführt.

 

Eine Auflistung der verschiedenen Maßnahmen in den jeweiligen Bezirken, finden Sie in meiner Anfrage unter Frage 9.

 

Erfreulich ist, dass das Budget der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) sich drastisch erhöht hat. Waren es im Jahre 2020 noch 1.497.000 €, sind es dieses Jahr 3.612.000 €.

 

Die unter Naturschutz gestellten Flächen in Hamburg bieten in Deutschland selten gewordenen Arten einen wichtigen Schutzraum, z.B. dem Eisvogel, Kranich, Weißstorch oder Uhu.

 

Doch, obwohl Hamburg relativ viele Naturschutzgebiete ausgewiesen hat, ist diese Artenvielfalt bedroht. Der notwendige Wohnungs- und der Ausbau von Verkehrswegen lassen freie Flächen in der Hansestadt schrumpfen, Äcker und Wiesen verschwinden.

 

Gleichzeitig werden die Naturschutz- und Naherholungsgebiete im stetig wachsenden Hamburg von immer mehr Menschen besucht – eine Entwicklung, die durch die Coronakrise weiter verschärft wird.

 

In dieser Gesamtsituation brauchen die Naturschutzgebiete umso mehr Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, um die Artenvielfalt vor Ort zu erhalten.

 

Weiterführende Informationen finden Sie unter: https://www.hamburg.de/naturschutzpublikationen