Schwarzer Weg in Steilshoop – Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Barmbek und Verlegung/Modernisierung des Recyclinghofs – Alternativstandorte für Unternehmer?

Ich habe erneut beim Senat nachgefragt (Drucksache 22/1615):

 

Für den neuen Recyclinghof kommt nur das Grundstück zwischen Schwarzen Weg und Hermann-Buck-Weg (Flurstück 1095) in Frage, um das Betriebskonzept adäquat umzusetzen.

 

Auch die FFW Barmbek findet keinen alternativen Standort.

 

Eine Lösung für die derzeit ansässigen Mieter steht noch aus.

 

Im Juni berichtete ich Ihnen bereits von den Planungen des Senats, die Räumlichkeiten der FFW Barmbek auf das derzeitige Gelände des Recyclinghofes am Schwarzen Weg (Flurstücke 1482 und 1483) zu verlegen.

 

Der Recyclinghof würde dafür auf das gegenüberliegende Grundstück zwischen Schwarzen Weg und Hermann-Buck-Weg (Flurstück 1095) ausweichen und dabei gleichzeitig modernisiert und erweitert werden. Den dort derzeit ansässigen Mietern muss folglich gekündigt werden.

 

Mehr dazu lesen Sie hier: https://www.sandrokappe.de/schwarzerwegsteilshoop/

 

Dabei ist nicht ersichtlich, warum der Recyclinghof durch eine Erweiterung um die vorstehenden Parkplätze und des Autohändlers an der Steilshooper Allee nicht am Platz verbleiben kann. Die Fläche wäre in Länge und Breite identisch mit dem nun vorhergesehenen Grundstück.

 

Der Senat begründet dies durch das Betriebskonzept der Stadtreinigung, welches eine räumliche Trennung der ein- und abfahrenden Verkehre vorsieht. Hierbei stellt ein Ein- bzw. Ausfädeln der Verkehre des Recyclinghofs ein Verkehrssicherheitsrisiko für die Verkehre auf der vielbefahrenen Steilshooper Allee dar.

 

Bei einer Nutzung des Mittelstückes kann hingegen der vorhandene, leistungsfähige Knotenpunkt Steilshooper Straße/Steilshooper Allee genutzt werden. Zudem würde während der Neubauphase die Kapazität des Recyclinghofs fehlen, welche nicht von den benachbarten Recyclinghöfen Lademannbogen und Wilma-Witte-Stieg zusätzlich übernommen werden können.

 

Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage, warum für den Neubau einer Wache für die Freiwillige Feuerwehr, nicht ein sofort bebaubares Grundstück genutzt werden kann. Schließlich ist die Abteilung derzeit inaktiv, da sie über keinerlei Räumlichkeiten verfügt.

 

Laut Auskunft des Senates, hat dies einsatztaktische Gründe. Alle Grundstücke, die der Feuerwehr angeboten wurden, haben sich demzufolge als für die Aufgabe ungeeignet erwiesen. Somit bleibt nur das Gelände zwischen Schwarzem Weg und Steilshooper Alle. Dieses wird, wie oben beschrieben, jedoch erst nach Fertigstellung des neuen Recyclinghofs frei. Somit dürfte es noch ein paar Jahre dauern, bis die FFW Barmbek wieder aktiv werden kann.

 

Nicht ganz ins Konzept passt auch, dass der neue Standort des Recyclinghofes zurzeit noch genutzt wird. Unter anderem ist dort der Verein Stadttauben angesiedelt, dem es schwerfallen dürfte, in der Stadt neue Örtlichkeiten zur Unterbringung zu finden.

 

Laut Senat befindet man sich im Dialogprozess mit den derzeitigen Mieterinnen und Mietern, um deren jeweils spezifischen Bedarfe zu ermitteln. Ich bin der Meinung, dass vor Beginn der Bauarbeiten für alle derzeit ansässigen Mieter, eine angemessene Ausweichmöglichkeit gefunden werden muss!

 

Ebenfalls muss eine Lösung für den in unmittelbarer Entfernung ansässigen Lebensmittelverarbeitungsbetrieb gefunden werden. Hier wird nämlich Honig verarbeitet, welcher sehr leicht Gerüche aufnimmt. Ein Recyclinghof gleich nebenan, würde der Qualität des Honigs sicher nicht zuträglich sein.

 

Nach Aussage des Senates, ist die planführende Dienststelle mit dem Betrieb im Gespräch. Grundsätzlich haben sich die im Gewerbegebiet ansässigen Betriebe aber auf die gewerbegebietstypischen zulässigen Emissionen einzustellen.

 

Was halten Sie von den Plänen? Dieses Thema wird uns mit Sicherheit noch ein paar Jahre begleiten!

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