Stromnetz HH in Bramfeld – Elektrizität für Hamburg und ein neues Parkhaus

Die Stromnetz Hamburg GmbH ist ein wichtiger Arbeitgeber in Bramfeld und essenziell für die Infrastruktur Hamburgs.

 

Hier arbeiten ca. 1.300 Mitarbeiter/innen an der Stromversorgung der Hansestadt.

 

Auf einem firmeneigenen Grundstück soll nun ein Parkhaus entstehen.

 

Der Hauptsitz der Stromnetz Hamburg GmbH ist auf dem Gelände zwischen den Straßen Hegholt, Haldesdorfer Straße und Bramfelder Chaussee gelegen und umfasst eine Fläche von 7.150 m². Momentan sind hier ungefähr 1.300 Mitarbeiter/innen aus verschiedenen städtischen Gesellschaften dauerhaft beschäftigt.

 

Als Betreiber und Eigentümer des städtischen Stromverteilungsnetzes und der zugehörigen Netzanlagen ist die GmbH verantwortlich für Netzbetrieb, Erhalt und Ausbau des Netzes, Netzanschluss, die Abwicklung der Netznutzung sowie für die Bereitstellung und Ablesung von Zählern.

 

Zwischen 2017 und 2019 wurde auf dem Gelände in Bramfeld ein Multifunktionsgebäude errichtet, welches ein Ausbildungszentrum sowie Büroflächen beheimatet. Die Planung für die nächsten Jahre sind noch nicht vollumfänglich abgeschlossen.

Unter anderem plant man auf dem Grundstück an der Bannwarthstraße (Flurstücke 7121, 7122 und Teile von 5060) ein Parkhaus zu errichten. Ein entsprechender Bauantrag wurde am 15. Mai 2020 beim zuständigen Bezirksamt eingereicht. Die Prüfung seitens des Bezirksamts dauert momentan noch an.

 

In zwei verschiedenen Anfragen (Drucksache 22/981 sowie 22/1167) habe ich versucht, die Höhe und die Anzahl der Geschosse zu erfragen, worauf der Senat jedoch eine konkrete Antwort schuldig bleibt. Die Planungen seien entweder noch nicht abgeschlossen bzw. würden sie noch überarbeitet, heißt es in den Stellungnahmen.

 

Der Bauantrag umfasst auch die Fällung von Bäumen, welche aufgrund des einzureichenden Baumkatasters markiert wurden. Die Ersatzpflanzungen sollen vom zuständigen Bezirksamt festgelegt werden.

 

In meiner zweiten Nachfrage wird der Senat zumindest hier deutlicher. So könnten laut eingereichtem Baumschutzgutachten, bei einer senkrechten Baugrube mit Verbau (keine Abböschung) 21 von 40 Bäumen erhalten bleiben.

 

Da die Planungen jedoch noch nicht abgeschlossen sind, ist hier wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen.

 

Ebenso fragwürdig bleibt die Aussage, wie mit dem Bau des Parkhauses das Ziel verfolgt werden soll, auf den Flächen der Gesamtliegenschaft (ca. 100.000 m²) die versiegelte Fläche in einer Größenordnung von bis zu ca. 15.000 m² Fläche zu entsiegeln. Eine genaue Erörterung hält der Senat offenbar nicht für nötig.

 

Übrigens, auf dem Gelände befindet sich heute schon ein meist kaum genutzter Parkplatz der Stromnetz Hamburg GmbH.

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Kommentare: 5
  • #1

    Stephan Hanke (Samstag, 12 September 2020 10:56)

    Bitte bleiben Sie hier dran, Herr Kappe. Ich habe das Gefühl, dass die Stadt Hamburg Grünerhaltung in Bramfeld und einigen anderen Stadtteilen nicht für wichtig erachtet. Sehr verwunderlich bei der farbliche Kon stellation des Senates. Über Klimaschutz reden bringt nichts, aktiv vor Ort betreiben und nicht auf andere Länder verweisen. Typisch Hamburger Doppelmoral.

  • #2

    Anne (Sonntag, 13 September 2020 10:26)

    Ja, bitte bleiben Sie dran, Herr Kappe! Ergänzend zu meinem 'Vorredner' habe ich das Gefühl, dass die Stadt Hamburg Grünerhaltung besonders in Bramfeld und einigen anderen Stadtteilen nicht für wichtig erachtet ... vielleicht, weil hier nicht die Leute wohnen, die die Entscheidungen fällen. In Stadtteilen mit weniger wohlhabender Bevölkerung sind Bäume anscheinend nicht so wichtig ... aber Grün erhalten ist nicht teuer, man muss es nur wollen!!

  • #3

    Bärbel Kurtzahn (Sonntag, 13 September 2020 11:47)

    Wenn sich auf dem Gelände schon heute ein meist kaum genutzter Parkplatz der Stromnetz Hamburg GmbH befindet sind 19 gefällte Bäume eindeutig immer noch zuviel. Die "Grünen", die ja in HH soviel Zustimmung gefunden haben, sollten dem Fällen von Bäumen in allen Stdtteilen HH´s Einhalt gebieten. Sicher werden demnächst jedoch noch Bäume für Fahrradspuren weichen müssen wie ja bereits geschehen. Wo wird das alles hinführen ??!!

  • #4

    Monika Klintworth (Sonntag, 13 September 2020 15:33)

    Auch ich bitte darum, hier hartnäckig zu bleiben!
    Das schöne Wäldchen am Dorfgraben musste schon weichen, am Bramfelder See soll auch wie wild gebaut werden. Wir werden unserer grünen Lungen beraubt, während in anderen Stadtteilen Rücksicht genommen wird. Es reicht langsam. Hier passt die Infrastruktur nicht mehr zur Anwohnerzahl. Bramfeld ist voll! Unseren Kinder sollen auch noch lebenswerte Lebensräume erhalten bleiben! Und Bäume für Parkplätze geht gar nicht! Bramfeld erhält eine Anbindung an die U- Bahn, die Autos müssen von der Straße. Allerdings habe ich den besagten Parkplatz auch schon voll gesehen. Aber, nur zur Info: Der Parkplatz ist auch neu. Vor kurzem war dort eine schöne große wilde Wiese, die regelmäßig von Spaziergängern, meist mit Hunden, genutzt wurde ... .

  • #5

    Mia Wunder (Montag, 14 September 2020 17:32)

    Hallo Herr Kappe,
    muss das Parkhaus wirklich gebaut werden? Es gibt es in unmittelbarer Nähe viele Parkplätze von Otto. Diese werden aufgrund von Home Office nicht mehr genutzt.
    Viele Grüße