114 Wohnungen, eine Kita und eine Seniorenwohnanlage auf dem dringend benötigten Fußballfeld Am Stühm-Süd geplant – Hamburg ist keine Sportstadt

Mit Transparenz können der Senat und das Wandsbeker Bezirksamt nicht glänzen.

 

Nur durch eine Anwohnerinformation kann die Öffentlichkeit erfahren, was genau auf dem derzeitigen Fußballfeld Am Stühm-Süd gebaut werden soll.

 

Das Wohnquartier soll Folgendes beinhalten:

 

- 114 Wohnungen, aufgeteilt in 7 Mehrfamilienhäusern und 12 Reihenhäusern

- eine Seniorenwohnanlage

- eine Kindertagesstätte für 60 Kinder

- eine Tiefgarage mit 63 Stellplätzen und 32 oberirdische offene Stellplätze

 

Mit Drucksache 22/4923 teilt der Senat mit, dass der Bau ohne Sportbedarfsanalyse erfolgen soll. Somit ist nicht ersichtlich, ob der Platz in Zukunft gebraucht wird - schließlich sollen bis 2035 10.000 neue Bürger nach Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne ziehen.

 

Die direkten Anwohner wurden vom Bezirksamt angeschrieben, ob sie im Rahmen der Nachbarbeteiligung Einwände gegen die Bebauung hätten. Nun ist die Frist von 14 Tagen für Einwände verstrichen.

 

Hintergrund:

 

Bramfeld wird bis 2035 nach Prognose des Senats um sieben Prozent an Einwohnern zulegen – über 3.600 neue Bramfelder werden hinzukommen. Für die drei Stadtteile Farmsen-Berne, Steilshoop und Bramfeld zusammen werden über 10.000 neue Bürger angenommen.

 

Dennoch werden Sportflächen vernichtet statt neue zu schaffen. Am Stühm-Süd im nördlichen Bramfeld soll ein Großspiel-Fußballfeld dem Wohnungsbau weichen. Dieses wird von den Vereinen TSC Wellingsbüttel und TuS Berne zum Training und für Punktspiele benutzt. Anwohner berichten, dass der Platz regelmäßig auch für schulische Zwecke wie die Austragung der Bundesjugendspiele genutzt wird.

 

Sportstadt war einmal

 

Die CDU Hamburg und ich kämpfen weiterhin für den Erhalt des Sportplatzes – schließlich sind die Sportvereine bereits jetzt überfüllt und haben lange Wartelisten für willige Neumitglieder.

 

Der Senat kann Medienkampagnen für die „Sportstadt Hamburg“ bzw. die „Active City“ machen, wie er will. Wenn wir Sportflächen vernichten statt bei steigender Bevölkerungszahl neue zu bauen, sind wir keine Sportstadt. Fakt ist: Dieses Großfeld wird nicht 1:1 ersetzt.

 

Ich bleibe am Thema dran und werde Ihnen zeitnah weitere Einzelheiten berichten.

 

Weitere Fakten unter:

 

https://www.sandrokappe.de/sportplatz-stuehm-sued-bebauung-sport-verdraengt/

 

https://www.sandrokappe.de/bebauung-sportplatz/

 

https://www.sandrokappe.de/sportflaechen-bramfeld-steilshoop-farmsen-berne/

 

https://www.sandrokappe.de/einwohnerzahl-bevoelkerungswachstum-bramfeld-2035

 

So sieht der Entwurf des neuen Wohnquartiers in der Anwohnerinformation aus
So sieht der Entwurf des neuen Wohnquartiers in der Anwohnerinformation aus

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