Das Hallenbad Bramfeld soll erst Mitte der 2030er Jahre grundlegend saniert werden. Laut Senat ist lediglich eine routinemäßige Betonsanierung vorgesehen, die im Rahmen der strategischen Planungen von Bäderland vorbereitet wird. Eine konkrete Zeitplanung liegt bislang nicht vor.
Unverständlich ist jedoch, dass trotz der absehbaren Bevölkerungszunahme in Bramfeld und dem angrenzenden Farmsen-Berne keine Erweiterung oder Ergänzung – etwa durch ein Ganzjahresfreibad – vorgesehen ist.
Nach den aktuellen Prognosen des Statistischen Amts für Hamburg und Schleswig-Holstein wächst die Bevölkerung in Bramfeld bis 2040 um rund 2.600 Menschen auf 55.620 Einwohnerinnen und Einwohner. Auch in Farmsen-Berne wird ein Plus von etwa 550 Personen auf 37.770 Einwohner erwartet. Insgesamt steigt die Einwohnerzahl im Bezirk Wandsbek bis 2040 um fast 14.000 Menschen auf rund 466.800.
Gerade für Kinder und Familien aus sozial schwächeren Stadtteilen wie Steilshoop wäre eine Erweiterung des Schwimm- und Freizeitangebots ein wichtiger Schritt. Schon heute sind Schwimmkurse in der Umgebung dauerhaft ausgebucht, und viele Familien müssen auf andere Stadtteile ausweichen.
Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht nachvollziehbar, dass die Stadt auf eine zukunftsorientierte Erweiterung des Standorts verzichtet. Wenn die Bevölkerung wächst, muss auch die soziale und sportliche Infrastruktur mitwachsen – insbesondere dort, wo Kinder Zugang zu Schwimm- und Bewegungsangeboten benötigen.
Die Wasserfläche des Hallenbads Bramfeld beträgt derzeit rund 533 Quadratmeter – deutlich zu wenig, um den steigenden Bedarf im Hamburger Nordosten langfristig zu decken.
Quelle: 23-01808

