Leerstehendes, nicht sanierungsfähiges WC-Häuschen am Ohlsdorfer Friedhof aus Sicht der Hamburger Friedhöfe AöR kein Schandfleck!

Das Gebäude wird seit Jahren nicht genutzt und soll nun trotz allem weiterhin erhalten bleiben.

 

Die Hamburger CDU fordert, ebenso wie die Bezirksversammlungen Wandsbek und Hamburg-Nord, den Abriss dieses Schandfleckes und die Errichtung einer neuen öffentlichen Toilette.

 

Der Hamburger Senat sieht – für mich nicht nachvollziehbar – keinen Handlungsbedarf.

 

Am Eingang Bramfelder See des Ohlsdorfer Friedhofes befindet sich ein WC-Häuschen im Eigentum der Hamburger Friedhöfe AöR. Es ist mit unansehnlichen Graffitis versehen und den Friedhofsbesuchern/-innen und Spaziergängern/-innen ein Dorn im Auge. Eine Nutzung findet seit über 20 Jahren und auch perspektivisch nicht statt. Die Versorgungsleitungen (Wasser, Abwasser, Strom) wurden zurückgebaut. Es gibt aktuell keine Planungen für eine neue Nutzung.

 

Seit Jahren beschäftigen sich die Bezirksversammlungen Wandsbek und Hamburg-Nord inklusive einiger Ausschüsse mit dem Abriss und haben dazu diverse Anfragen gestellt und Beschlüsse gefasst. Eine politische Mehrheitsentscheidung wurde gefasst, die der Senat respektieren sollte. Auch, um die politische Legitimität der ehrenamtlichen Gremien nicht zu unterlaufen. Die BV Hamburg-Nord spricht sich für den Abriss ebenso wie die BV Wandsbek aus.

 

Also habe ich erneut beim Senat nachgefragt (Drs. 22/3196), warum dieser Schandfleck nicht endlich beseitigt wird.

 

Eingeräumt wird zumindest, dass besagtes Gebäude keinerlei Verwendung mehr findet. Jedoch teilt der Senat mit, dass nach Einschätzung der zuständigen Behörde, die das Gebäude in Augenschein genommen hat, das Gebäude keinen „Schandfleck“ darstellt. Es handelt sich um ein intaktes Gebäude. In Hamburg sind Graffitis an vielen Gebäuden und Anlagen Alltag, so der Senat.

 

Wenn man bedenkt, dass die Hamburger Friedhöfe ein Konzept haben, um weite Teile des Ohlsdorfer Parkfriedhofs mittel- und langfristig verstärkt als Erholungsort umzugestalten, sollte der Abriss dieses Schandfleckes bestens in dieses Konzept passen.

 

Es bleibt dabei, aus Sicht der Hamburger CDU ist der Abriss dieses nicht mehr zu verwendenden WC-Hauses alternativlos. Gebraucht wird hier vielmehr eine neue öffentliche Toilette für die vielen Besucherinnen und Besucher, auch als Grundlage für ein neues Café am Bramfelder See.