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Ausbreitung invasiver Krebsarten frühzeitig erkennen und eindämmen

In mehreren Gewässern des Bezirks Wandsbek wurden invasive Krebsarten wie die Wollhandkrabbe, der Kamberkrebs und der Rote Amerikanische Sumpfkrebs nachgewiesen. Diese eingeschleppten Arten stellen eine zunehmende Gefahr für die heimischen Ökosysteme dar. Sie verdrängen einheimische Flusskrebse, übertragen die für europäische Arten tödliche Krebspest und gefährden durch ihre Grabtätigkeit die Stabilität von Böschungen und Uferstrukturen. Zudem sind sie als Laichräuber bekannt und beeinträchtigen damit Fisch- und Amphibienbestände.

Besonders kritisch ist das Auftreten des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses im Raakmoorgraben. Da dieser in die Tarpenbek und weiter in die Alster mündet, besteht die Gefahr einer schnellen und weitreichenden Ausbreitung im Hamburger Stadtgebiet.

Die CDU-Fraktion Wandsbek setzt sich deshalb für ein umfassendes Monitoring der Fließgewässer im Bezirk ein. Ziel ist es, die Vorkommen invasiver Krebsarten systematisch zu erfassen, ihre Ausbreitung zu bewerten und gezielte Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Dabei sollen auch Anglervereine, Umweltgruppen und die Abteilung Wasserwirtschaft des Bezirksamts aktiv eingebunden werden.

Die erhobenen Daten sollen nach einem Jahr in einem Bericht zusammengefasst und dem Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz vorgestellt werden. Auf dieser Grundlage sollen anschließend geeignete Maßnahmen zur Eindämmung beschlossen werden. Damit soll die Ausbreitung invasiver Arten frühzeitig gestoppt und die Artenvielfalt in Hamburgs Gewässern dauerhaft geschützt werden.