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Bramfeld: Unklare Zustände im Birkenwäldchen: Spielplatz und Hundewiese zu nah beieinander – Senat sieht keinen Handlungsbedarf

Im Birkenwäldchen „Am Stühm Süd“ in Hamburg-Wandsbek treffen zwei eigentlich unvereinbare Nutzungen direkt aufeinander: ein Spielplatz und eine Hundeauslauffläche. Anwohnerinnen und Anwohner haben sich deshalb an mich gewandt, denn die derzeitige Situation sorgt für zunehmende Irritationen und Unmut – bei Hundebesitzern wie bei Eltern gleichermaßen.

Während Hundebesitzer berichten, dass ihre Tiere durch spielende Kinder verunsichert werden, meiden Eltern mit ihren Kindern den Spielplatz, weil sich dort regelmäßig frei laufende Hunde aufhalten. Das eigentliche Ziel – beiden Gruppen einen sicheren Raum zur Verfügung zu stellen – wird damit deutlich verfehlt.

Trotz dieser Sorgen sieht der Senat keinen Handlungsbedarf. Die Begründung: Zwischen Spielplatz und Hundewiese liege ein Abstand von mindestens 60 Metern, dazu gebe es Gehölze und eine Wegeverbindung. Beide Bereiche seien außerdem durch Schilder klar gekennzeichnet. Eine Einzäunung des Spielplatzes ist laut Senat nicht geplant.

Doch Schilder allein reichen offenbar nicht aus, um für die notwendige Sicherheit und Klarheit zu sorgen. Denn Beschwerden aus der Bevölkerung gibt es durchaus – auch wenn sie laut Senat beim Bezirksamt nicht offiziell erfasst wurden. Eine statistische Auswertung findet nicht statt, was das Problem zusätzlich verschleiert.

Kommentar:
Die Haltung des Senats ist nicht nachvollziehbar. Wenn zwei Gruppen – Familien mit kleinen Kindern und Hundehalter – sich gegenseitig aus einem öffentlichen Raum verdrängen, dann ist Handlungsbedarf gegeben. Es reicht nicht, auf theoretische Abstände und Schilder zu verweisen. Ein einfacher Zaun könnte die Situation entschärfen und den Spielplatz wieder zu dem machen, was er sein soll: ein sicherer Ort für Kinder. Stattdessen bleibt alles beim Alten – zu Lasten der Jüngsten in unserer Stadt. Ich bitte alle Anwohner sich bei Problemen direkt an die Polizei zu wenden. Nur wenn ausreichend Anzeigen vorliegen passiert auch was.

Drucksache 23/612