Bramfelder Wald retten! – Unberührtes Biotop mitten in Hamburg weiterentwickeln

Zusammen mit meiner Fraktion fordere ich den Senat dazu auf (Drs. 22/1945), das Grundstück von Bramfeld 70 zu erwerben und es als unberührtes Biotop weiterzuentwickeln.

 

Wir brauchen in Bramfeld eine grüne Lunge. Wir können nicht jede Grünfläche versiegeln.

 

Wie bereits berichtet, hat die Bezirksversammlung Wandsbek im Mai 2019 im Eiltempo mit den Stimmen von SPD, GRÜNEN und LINKEN den Bebauungsplan „Bramfeld 70“ beschlossen.

Das knapp 1 Hektar große unberührte Naturbiotop zwischen den Straßen Mützendorpsteed und Bramfelder Chaussee, was bisher im Bebauungsplan 23 als öffentliche Grünfläche festgesetzt war, würde damit komplett zerstört werden.

 

Der Bebauungsplan sieht die Errichtung von vier massiven, viergeschossigen Wohnblöcken mit insgesamt 64 Wohnungen vor. 70 Prozent der Gesamtfläche sollen dauerhaft versiegelt werden. Von den 138 Bäumen, die für den Bau gefällt werden sollen, sollen nur lediglich 53 Bäume nachgepflanzt werden.

Nun hat die Bürgerinitiative Bramfeld 70 e.V. vor dem Verwaltungsgericht Hamburg einen Sieg errungen: Die geplante Fällung von 138 Bäumen zwischen den Straßen Mützendorpsteed, Hildeboldtweg und Trittauer Amtsweg ist vorläufig gestoppt. Das Gericht hat mit

Beschluss vom 25.09.2020 entschieden, dass die Baugenehmigung bis zur endgültigen Entscheidung in der Hauptsache nicht vollzogen werden darf.

 

Das Gericht hatte eigens einen Ortstermin auf dem Gelände durchführen lassen und sah die Ansicht der Bürgerinitiative bestätigt: Hier stehen nicht nur vereinzelte Bäume in der Landschaft – es ist ein Wald gewachsen, der nicht ohne Weiteres gerodet werden darf. Auch an dem Lärmgutachten und der Untersuchung des Verkehrs hat das Gericht Zweifel geäußert. Das Gericht hat somit bestätigt, dass mitten in Bramfeld ein Wald gerodet werden soll.

 

Näheres lesen Sie hier!

 

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Bäume sind essenziell, vor allem in unseren dicht besiedelten Stadtteilen. Sie absorbieren CO2 und Feinstaub, produzieren Sauerstoff und verbessern das städtische Mikroklima durch Verdunstung und Beschattung. Umso mehr Bäume die Stadt Hamburg verliert, umso wärmer wird es und umso gefährdeter sind Menschen und Tiere.

 

Der Senat erkennt durchaus an (Drs. 22/1807), dass das Grundstück als unversiegelte, teils bewachsene Fläche einen Lebensraum für verschiedene standortangepasste Arten darstellt und die allgemeinen Funktionen von Grünflächen, wie Verdunstung, Schadstofffilterung, Abminderung der Abstrahlungswärme und Regenwasserrückhaltung, besitzt.

 

Dieses Biotop folgerichtig zu schützen und zu erhalten, scheint jedoch nicht im Interesse des rot-grünen Senats zu liegen.

 

Durch den fehlenden Zugang zum Gelände können hier im Gegensatz zu anderen Biotopen Insekten und Tiere ohne Einfluss von Menschen leben. Es muss das Ziel der Stadt sein, derlei Flächen zu erhalten und der Natur unberührt zur Verfügung zu stellen.

 

Um dies zu verwirklichen, haben wir als CDU-Bürgerschaftsfraktion am 28.10.2020 die Stadt mittels Antrags aufgefordert, das Grundstück zu erwerben und es als unberührtes Biotop weiterzuentwickeln.

 

Für einen rot-grünen Senat sollte dergleichen eine Selbstverständlichkeit sein!

 

Wenn Sie die Bürgerinitiative Bramfeld 70 unterstützen wollen, können Sie dies mit einer kleinen Spende tun.

 

Bürgerinitiative Bramfeld 70 e.V.

IBAN: DE78 2135 2240 0179 2263 29

Stichwort: Kein Bramfeld 70

Paypal: keinbramfeld70@gmx.de

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Kommentare: 2
  • #1

    Bramfelder (Montag, 09 November 2020 16:49)

    Das ist doch ein städtisches Grundstück! Soll das ein 2. Mal gekauft werden?

  • #2

    Sandro Kappe (Montag, 09 November 2020 17:20)

    Moin moin,

    es handelte sich um ein städtisches Grundstück. Die Stadt hat es verkauft.

    VG
    Sandro Kappe