Eichenprozessionsspinner am Bramfelder See und im Ohlsdorfer Friedhof: Bitte Warnschilder beachten

Mit dem Eichenprozessionsspinner haben wir in Hamburg Jahr für Jahr Probleme. Sehr feine, mit Widerhaken besetzte Brennhaare zeichnen die Schmetterlingsraupe aus. Über den Wind können diese Haare hunderte Meter getragen werden und auf die menschliche Haut gelangen. Es besteht die Gefahr allergischer Reaktionen. Falls sie eingeatmet werden, kann Bronchitis auftreten oder Asthma entstehen.

 

Ich fragte den Senat daher, wie die Bekämpfung abläuft und wo die Schwerpunkte liegen. (Drucksache 22/478).

 

Bezogen auf den Bezirk Wandsbek gibt es zu sagen, dass der Befallschwerpunkt am Bramfelder See liegt. Auch am Friedhof Ohlsdorf tritt der Eichenprozessionsspinner immer wieder auf. Für private Flächen kann die Verwaltung allerdings keine Auskünfte erteilen.

Bekämpft werden die Nester des Insekts durch Absaugen und anschließendes Verbrennen. Die Kosten werden auf 250 bis 500 EUR pro Baum angegeben. Im letzten Jahr kamen so für das Bezirksamt Wandsbek gute 24.000 EUR zusammen. Zusätzlich wies der Friedhof Ohlsdorf knapp 10.000 EUR an Bekämpfungskosten aus. Beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer fielen 20.000 EUR an, allerdings bezogen auf die ganze Stadt. Dieses Geld ist in meinen Augen gut angelegt, da die Gesundheit jedes Hamburgers und jeder Hamburgerin natürlich mehr wert ist.

 

Stellen, an denen der Eichenprozessionsspinner bekämpft wird, sind durch Schilder gekennzeichnet. Das Schild im Bild steht bspw. am Bramfelder See. Die genannten Ringfallen sind ein Pilotprojekt des Wandsbeker Bezirksamts, die am Bramfelder See und am Deelwischredder aufgestellt sind, um die Ausbreitung der Raupe vorsorglich zu verhindern. Ob das Projekt ein Erfolg ist, kann noch nicht gesagt werden.

 

Haben Sie Erfahrungen mit dem Eichenprozessionsspinner sammeln können? Ich hoffe, keine schlimmen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ralf von Busch (Montag, 29 Juni 2020 16:17)

    Guten Tag Herr Kappe,
    vor zwei Tagen (Samstag) bekam ich bei einem ausgedehnten Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof juckenden Ausschlag an Armen und Rücken. Vermutlich hatte ich auf einer Sitzbank Platz genommen, die eine der pelzigen Raupen für mich unbemerkt beherbergte. Seitdem leide ich unter starken Juckreiz am Rücken und dem rechten Arm mit entsprechendem Ausschlag. Das Ganze war zunächst unklar und die Ursachenforschung ging in alle Richtungen, bis ich auf einen Artikel im Hamburger Abendblatt auf die Raupe aufmerksam wurde und sich das Phänomen erklärte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf von Busch

  • #2

    Sandro Kappe (Dienstag, 30 Juni 2020 07:52)

    Moin moin Herr von Busch,

    das hört sich nicht gut an. Passen Sie bitte gut auf. Das kann gefährlich werden.
    Bleiben Sie gesund.

    VG
    Sandro Kappe