Die Eissporthalle Farmsen ist in die Jahre gekommen – und sie weist zahlreiche Mängel auf. Vor diesem Hintergrund habe ich beim Senat nachgefragt, wie der aktuelle Zustand der Anlage bewertet wird. Die Antwort lautet: „altersgemäß insgesamt gut“.
Doch ein genauerer Blick zeigt ein deutlich anderes Bild.
So bestehen weiterhin Dachprobleme mit undichten Stellen. Auch das Vordach ist marode, eine Sanierung ist nach aktuellem Stand erst für das Jahr 2028 vorgesehen. Besonders kritisch ist die weiterhin ungeklärte Heizungsfrage – teilweise wird noch mit einer mobilen Ölheizung gearbeitet.
Hinzu kommt, dass wichtige Maßnahmen ohne klaren Zeitplan bleiben. Statt einer umfassenden Lösung werden bislang lediglich kleinere Reparaturen in den Blick genommen.
Zwar befinden sich einzelne Maßnahmen in Prüfung, darunter die Erneuerung von Brandschutz, Beleuchtung, Beschallung und Regenrinnen. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 250.000 Euro. Doch diese Maßnahmen greifen zu kurz und lösen die grundlegenden Probleme der Halle nicht.
Viele Nutzerinnen und Nutzer der Halle – darunter Fans der Crocodiles Hamburg, Familien und Kinder – haben ihre Sorgen deutlich gemacht. Diese Sorgen sind berechtigt. Denn es stellt sich die zentrale Frage, wie lange die Halle unter den aktuellen Bedingungen noch betrieben werden kann und was geschieht, wenn sie plötzlich nicht mehr nutzbar ist.
Hinzu kommt: Hamburg ist im Bereich Eissport ohnehin unzureichend ausgestattet. Ein Ausfall der Halle in Farmsen würde weit über den Stadtteil hinaus spürbare Auswirkungen haben.
Es braucht daher mehr als punktuelle Reparaturen. Notwendig ist eine umfassende Komplettsanierung – und perspektivisch auch die ernsthafte Prüfung eines Neubaus. Entsprechende Vorschläge liegen bereits vor.
Jetzt ist es an der Zeit, klare Entscheidungen zu treffen und die Zukunft der Eissporthalle Farmsen nachhaltig zu sichern.
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