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Geldautomatensprengung in Bramfeld: Fünf Tatverdächtige ermittelt – Festnahme in Spanien

Mehr als ein Jahr nach der spektakulären Sprengung eines Haspa-Geldautomaten in der Fabriciusstraße gibt es einen wichtigen Ermittlungserfolg. Das Landeskriminalamt hat fünf Tatverdächtige identifiziert. Einer von ihnen wurde Ende Juli 2026 in Spanien festgenommen, gegen vier weitere Männer hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Anklage erhoben.

Der Fall hatte im Mai 2025 für großes Aufsehen in Bramfeld gesorgt. In der Nacht zum 8. Mai 2025 gegen 3 Uhr wurde ein Geldautomat der Hamburger Sparkasse in der Fabriciusstraße gesprengt. Die Detonation riss zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Schlaf.

Als die alarmierten Polizeikräfte die Haspa-Filiale erreichten, waren die mutmaßlichen Täter noch vor Ort. Zwei Männer versuchten, mit einem Audi A4 Kombi zu flüchten. Die Polizei blockierte das Fahrzeug mit einem Streifenwagen, woraufhin die beiden ihre Flucht zu Fuß fortsetzten.

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Dabei wurde auch ein Warnschuss abgegeben. Die Flüchtenden liefen weiter in Richtung Seebekring und konnten zunächst entkommen.

Großteil der Beute auf der Flucht verloren

Die Flucht verlief für die Tatverdächtigen allerdings nicht wie geplant. Nach Angaben der Polizei verloren sie dabei einen erheblichen Teil ihrer mutmaßlichen Beute. Entlang des Fluchtweges stellten die Einsatzkräfte unter anderem Bargeld sicher, das nach Einschätzung der Ermittler aus dem gesprengten Geldautomaten stammte. (welt.de)

Nach Informationen des Hamburger Abendblatts fanden die Ermittler eine Tasche mit Bargeld und Kleidung. Darin sollen sich außerdem eine Sturmhaube, ein Mobiltelefon und ein Headset befunden haben.

Die anschließende Fahndung fiel entsprechend umfangreich aus: Mehr als drei Dutzend Funkstreifenwagenbesatzungen waren im Einsatz. Auch eine Drohne und ein Polizeihubschrauber wurden eingesetzt. Trotzdem gelang es den beiden Männern damals, der Polizei zu entkommen.

LKA ermittelt fünf Tatverdächtige

Die Ermittlungen waren damit jedoch längst nicht beendet. Mehr als ein Jahr später vermeldete die Polizei nun einen entscheidenden Fortschritt. Das zuständige Landeskriminalamt 44 konnte insgesamt fünf Männer ermitteln, die in unterschiedlicher Weise an der Tat beteiligt gewesen sein sollen. Dabei spielten nach Polizeiangaben unter anderem Erkenntnisse aus kriminaltechnischen Untersuchungen eine Rolle.

Ein 22-Jähriger und ein 23-Jähriger stehen im Verdacht, die eigentliche Geldautomatensprengung gemeinschaftlich ausgeführt und Bargeld aus dem Automaten entwendet zu haben.

Zwei weitere Männer im Alter von jeweils 22 Jahren sollen die Tat auf andere Weise unterstützt haben. Einer von ihnen soll das verwendete Fahrzeug über eine Mietwagenfirma beschafft haben. Dem anderen wird vorgeworfen, zur Tatzeit einen fingierten Notruf bei der Polizei abgesetzt zu haben.

26-Jähriger in Spanien festgenommen

Auch ein fünfter Tatverdächtiger konnte ermittelt werden. Der 26-Jährige soll die Männer während der Tatausführung telefonisch unterstützt haben.

Für ihn hatte die Sache schließlich internationale Konsequenzen: Ende Juli 2026 nahmen ihn spanische Behörden in Almería im Süden Spaniens fest.

Gegen die vier weiteren Beschuldigten, die sich in Deutschland befinden, hat die Staatsanwaltschaft Hamburg inzwischen Anklage erhoben. Die gemeinsamen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern nach Angaben der Behörden weiterhin an.

Damit ist die spektakuläre Flucht vom Mai 2025 zwar längst Geschichte – strafrechtlich ist der Fall aber noch nicht abgeschlossen. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Der Fall und der Haspa-Standort beschäftigten Bramfeld schon länger

Über die Entwicklung rund um den Haspa-Geldautomaten und den Standort in der Fabriciusstraße habe ich bereits damals auf sandrokappe.de berichtet. Nach der Sprengung war für viele Menschen im Stadtteil insbesondere die Frage wichtig, wann an dieser Stelle wieder eine Möglichkeit zum Geldabheben zur Verfügung stehen würde.

In einem späteren Beitrag konnte ich schließlich darüber informieren, dass die Haspa die Rückkehr eines Geldautomaten in der Fabriciusstraße angekündigt hatte.

Meine damaligen Berichte:

Gute Nachrichten für Bramfeld: Neuer HASPA-Geldautomat in der Fabriciusstraße soll bis Ende des Jahres zurückkehren

Lauter Knall nachts um 3 Uhr in Bramfeld – Geldautomat gesprengt (mit Video)

Quellen: Hamburger Abendblatt, Polizei Hamburg; eigene frühere Berichterstattung. Die Angaben zum aktuellen Ermittlungsstand werden zudem durch die Mitteilung der Polizei Hamburg vom 27. August 2026 bestätigt. (presseportal.de)