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Klimabilanz nach Statistiklogik: Internationale Flüge und Schiffe zählen einfach nicht mit

Hamburgs Klimabilanz folgt klaren internationalen Regeln – mit teils überraschenden Ergebnissen. So werden Emissionen aus internationalem Flug- und Schiffsverkehr, die über den Hamburger Flughafen oder Hafen laufen, nicht in die städtische Klimabilanz einbezogen.

Begründung: Nach den Vorgaben des Länderarbeitskreises Energiebilanzen (LAK) und der UN-Klimarahmenkonvention lassen sich internationale Emissionen keinem Gebiet eindeutig zuordnen. Also tauchen sie in der Bilanz schlicht nicht auf.

Damit reiht sich dieses Verfahren nahtlos in andere statistische Besonderheiten ein: Schon heute gelten beispielsweise rund 50 Prozent der CO₂-Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen als klimaneutral, weil sie rechnerisch dem biogenen Anteil zugeschrieben werden – unabhängig davon, was tatsächlich aus dem Schornstein kommt.

So entsteht eine Klimabilanz, die streng nach Regeln geführt wird, aber an manchen Stellen eben auch ganz eigene Logiken hat. Hamburg kann sich bilanziell weiter Richtung Klimaneutralität bewegen, während ein Teil der real entstehenden Emissionen in den offiziellen Zahlen gar nicht erst auftaucht.