Hamburger Verwaltung muss umdenken: zu wenig Homeoffice-Möglichkeiten, nicht krisensicher

Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay (Symbolbild)
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Wohl den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, denen Sicherheitsmaßnahmen ihrer Arbeitgeber in der Corona-Krise zugutekamen. Weitaus nicht alle Berufsgruppen ist dieser Luxus gegeben. Man denke an Friseure/-innen, Müllwerker/innen, Fliesenleger/innen oder Streifenpolizisten/-innen.

 

Doch viele, die sowieso einen Bildschirmarbeitsplatz haben, hätten mit guter Vorbereitung und relativ geringen Investitionen auch sofort von zu Hause arbeiten können. Genau das konnten aber nicht alle.

 

 

Das trifft auch auf tausende Beschäftigte der Hamburger Verwaltung zu, ob Beamte oder Angestellte.

 

Herausgestellt hat sich dies in der Antwort auf eine Kleine Anfrage, die ich in der Bürgerschaft gestellt habe (Drucksache 22/150). Bei 57.500 Beschäftigten weist die Stadt nur 14.976 Notebooks auf.

 

Als Mitarbeiter des Zolls, bei dem auf rund 40.000 Mitarbeiter mehr als 23.000 Notebooks kommen, erscheint mir die Anzahl der Notebooks als deutlich zu gering angesichts der Mitarbeiterzahl.

 

 

Das Problem ist: Computerarbeitsplätze sind nicht standardmäßig mit einem Laptop ausgestattet, der in Krisensituationen wie dieser in die heimische Wohnung mitgenommen werden kann. Zwar wurden im März und April deutlich mehr Notebooks erworben und 18.000 externe Zugänge auf die IT-Systeme der Stadt eingerichtet. Doch viele Beschäftigte mussten weiterhin ins Büro und somit Gefahr tragen, mit SARS-CoV-2 angesteckt zu werden oder unbewusst selbst zum Virenüberträger zu werden.

 

 

Als Fachsprecher für den öffentlichen Dienst in der CDU-Fraktion setze ich mich für die Umsetzung neuer Konzepte in der Verwaltung ein. Dazu haben sich Dennis Thering und ich mit dem dbb Hamburg ausgetauscht. Jeder Bildschirmarbeitsplatz sollte durch einen Laptop ersetzt werden, der durch einen VPN-Tunnel sicher auch mit privatem Internetzugang von überall aus auf die jeweiligen IT-Systeme zugreifen kann.

 

 

Ich möchte eine auch in Krisenzeiten handlungsfähige Verwaltung für Hamburg, die sich modernisiert, attraktiv für Mitarbeiter/innen und Bürger/innen ist und in Deutschland voranschreitet. Wir haben die Chance, Hamburgs Verwaltung besser als andere Bundesländer aufzustellen. Lernen können wir z. B. vom Zoll und von agilen Start-ups.

 

Weiterführender Artikel: Austausch mit dem dbb hamburg

 

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