Mobiles Arbeiten bei Beschäftigten der Hamburgischen Verwaltung rechtlich verbindlich umsetzen, wenn der Arbeitsplatz es hergibt – Dies lehnt Rot-Grün ab!

Die Zollverwaltung räumt grundsätzlich seinen Beschäftigten ein, bei denen eine telearbeitsfähige Stelle festgestellt wurde, mindestens zwei Tage pro Woche von zu Hause zu arbeiten.

 

Auch der SPD-Bundesarbeitsminister Heil möchte die gleiche Richtung einschlagen. „Alle Beschäftigten bekommen das Recht, mit ihrem Chef über mobiles Arbeiten zu verhandeln“, sagte Heil der „Bild am Sonntag“.

Das Bundesarbeitsministerium habe eine Studie zum Homeoffice in der Corona-Pandemie in Auftrag gegeben. 87 Prozent der Beschäftigten, die während der Pandemie zu Hause gearbeitet haben, seien „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ gewesen.

Auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke sieht es ähnlich: „Deshalb ist es an der Zeit, dass die Beschäftigten, die mobil arbeiten können und wollen, mit einem Rechtsanspruch gestärkt werden.“

Sowohl SPD und Grüne wollen auf Bundesebene ein verpflichtendes Recht auf mobiles Arbeiten schaffen. Dies soll nicht im Rahmen der Tarifverhandlungen erfolgen, sondern rechtlich geregelt werden.

 

In Hamburg lehnt Rot-Grün die rechtliche Möglichkeit, den Beschäftigten mobiles Arbeiten zu gewähren, wenn eine telearbeitsfähige Stelle festgestellt wurde, ab. Der entsprechende Antrag der CDU-Fraktion (22/489) wurde von Rot-Grün im Haushaltsausschuss am 07.04.2021 dahin abgeändert, dass erstmal Gespräche mit den Gewerkschaften geführt werden sollen. Hier wird auf Zeit gespielt.

Welche Einwände sollten seitens der Gewerkschaften bestehen, allen Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung, die einen geeigneten Arbeitsplatz aufweisen, die Möglichkeit einzuräumen, von zu Hause zu arbeiten? Die heterogene Bundesbehörde die Zollverwaltung macht es vor. Wieso sollte Hamburg es nicht auch hinbekommen?

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Kommentare: 3
  • #1

    ines baumann (Montag, 12 April 2021 08:23)

    für die rotgrüne auf landesebene gelten die beschlüsse auf bundesebene also nicht-aha-dann sollte die cdu aus hamburg sich auch von bundesbeschlüssen distanzieren können.

  • #2

    Sandro Kappe (Montag, 12 April 2021 10:06)

    Moin moin,

    wieso sollte sich die CDU-Hamburg von den Beschlüssen der Bundes-CDU distanzieren? Die Bundesbehörden ermöglichen seit Jahren Telearbeit und sind häufig Vorreiter.
    Da brauchen wir uns nicht distanzieren, sondern dies als Vorbild nehmen.

    Die Bundes-CDU hat dies lediglich für die Wirtschaft pauschal abgelehnt. Nicht für die Verwaltung.
    Die Grünen und SPD fordern es für die Wirtschaft und setzen es nicht mal bei der Verwaltung um.

    Mit den besten Grüßen
    Sandro Kappe

  • #3

    Anne (Samstag, 17 April 2021 15:30)

    Glückwunsch! ... und das ist nicht ironisch gemeint. Mit Vollgas überholt die CDU Hamburg hier links (!) die vermeintlich sozialen Parteien von Rot und Grün.