Schon gewusst? Trinkwasser aus Förderbrunnen in Notfallsituationen

Wo sich die Förderbrunnen befinden und wie man im Notfall an Trinkwasser kommt, habe ich für Sie erfragt (Drs. 22/2277).

 

In Krisenzeiten reduzieren sich Alltagsbedürfnisse auf ein Minimum. Wichtig werden Grundbedürfnisse wie Nahrung, eine sichere Unterkunft oder eben Trinkwasser.

 

Während der menschliche Organismus einige Wochen ohne Essensaufnahme auskommen kann, schafft er hingegen nur wenige Tage ohne Wasser.

 

Was passiert aber, wenn die herkömmliche Versorgung mit Wasser unterbrochen wird?

 

Gemäß Wassersicherstellung stehen derzeit 87 Förderbrunnen für die Versorgung der Bevölkerung im Notfall zur Verfügung. Die Förderbrunnen sollen dabei eine Fläche von jeweils circa 25 km² versorgen und sind daher nicht auf einen Stadtteil beschränkt.

 

Die Bevölkerung soll im Bedarfsfall zum nächstgelegenen Notbrunnen gehen und wird dort mit 15 Liter Wasser pro Person und Tag sowie Chlortabletten zur Desinfektion des Wassers versorgt. Die Koordination der Notwasserabgabe erfolgt über die Bezirke.

 

Eine einheitliche Richtline für Trinkwassernotbrunnen gibt es jedoch noch nicht, wie der Senat mitteilt. Ein Termin für die Fertigstellung kann derzeit noch nicht genannt werden.

 

Neben noch bestehender Abstimmungsbedarfe zwischen beteiligten Behörden und Organisationen bedarf es nach der Neustrukturierung der Behörden auch noch der Anpassung der Richtlinie in Bezug auf veränderte Zuständigkeiten.

 

Hätten Sie gewusst, wo und wie man in Notfällen an Trinkwasser kommt? Ich nicht! Aber gut zu wissen, dass die Stadt hier vorplant. Hoffentlich müssen wir uns nie daran erinnern.

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