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Ohlsdorf Friedhof 2050: Was bereits umgesetzt wurde – und was jetzt noch folgt

Der Friedhof Ohlsdorf befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Wandel. Hintergrund ist eine Entwicklung, die sich bundesweit zeigt: Klassische Sargbestattungen gehen deutlich zurück, während Urnen- und alternative Bestattungsformen zunehmen. Dadurch werden große Flächen nicht mehr benötigt – gleichzeitig steigen Pflegeaufwand und Kosten.

Mit dem Projekt „Ohlsdorf 2050“ verfolgt die Stadt deshalb das Ziel, den Friedhof strukturell neu aufzustellen und langfristig zukunftsfähig zu machen.

Das wurde bereits umgesetzt

Die zentrale strategische Grundlage des Projekts steht inzwischen:

Die geplante Konzentration der Bestattungsflächen auf wenige Kernbereiche wurde umgesetzt und bildet weiterhin die Basis der weiteren Entwicklung.

Künftig liegt der Fokus der Bestattungen insbesondere in ausgewählten Bereichen wie:

  • rund um Kapelle 10

  • im Garten der Frauen

  • im Umfeld des S-Bahnhofs

Gleichzeitig wurde begonnen, frei werdende Flächen schrittweise parkartig weiterzuentwickeln – ohne eine strikte Trennung zwischen Friedhof und Park vorzunehmen. Das gesamte Gelände bleibt weiterhin rechtlich Friedhofsfläche.

Auch einzelne praktische Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, unter anderem:

  • Reparatur und Erneuerung von Wegen

  • Entsiegelung von Flächen

  • Anpassungen im Rahmen der laufenden Grünunterhaltung

  • Maßnahmen zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit

Diese Arbeiten erfolgten überwiegend im regulären Betrieb und wurden nicht mehr als gesonderte Projektmaßnahmen ausgewiesen.

Ein weiterer wichtiger Baustein bleibt die Kommunikationsstrategie „Ohlsdorf bewegt“, mit der die Transformation des Friedhofs begleitet wird.

Zudem wurde ein Förderantrag für die parkartige Umgestaltung eines zentralen Friedhofsbereichs bewilligt.

Zentrale Betriebsreform läuft: Neuer Betriebshof entsteht

Ein wesentlicher struktureller Schritt ist derzeit im Bau:

Der zentrale Betriebshof an der Sorbusallee befindet sich aktuell im Rohbau.

Geplant ist dort:

  • ein neues Büro- und Sozialgebäude

  • Werkstätten

  • Fahrzeughallen

Für den Neubau sind insgesamt rund 39 Millionen Euro vorgesehen.

Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand bis Ende 2027 geplant.

Mit dem neuen Betriebshof wird die bisher dezentrale Struktur der Friedhofsgärtnereien schrittweise zusammengeführt – ein entscheidender Schritt für effizientere Abläufe und langfristig wirtschaftlich tragfähigen Betrieb.

Projektstatus heute: Vom Förderprojekt zur Daueraufgabe

Das ursprüngliche Förderprojekt „Ohlsdorf 2050“ lief offiziell:

  • von 2014 bis 2018

  • mit Verlängerung bis Ende 2020

Die darin formulierten Entwicklungsziele gelten jedoch weiterhin und werden heute im laufenden Betrieb umgesetzt.

Das bedeutet:

Der Wandel des Friedhofs erfolgt inzwischen nicht mehr über ein eigenständiges Projekt, sondern als langfristiger Transformationsprozess innerhalb der regulären Friedhofsentwicklung.

Was noch geplant ist

In den kommenden Jahren stehen insbesondere folgende Punkte im Fokus:

  • Fertigstellung des zentralen Betriebshofes bis 2027

  • Weitere parkartige Umgestaltung freier Flächen

  • Fortlaufende Anpassung der Wege- und Flächenstruktur

  • Fortsetzung der Kommunikationsstrategie zur Einbindung der Öffentlichkeit

Der Friedhof Ohlsdorf bleibt damit nicht nur ein Ort der Bestattung, sondern entwickelt sich zunehmend zu einer historischen Grün- und Parklandschaft – mit Auswirkungen auch auf angrenzende Stadtteile wie Bramfeld und Steilshoop.

Der Umbau ist kein kurzfristiges Projekt mehr, sondern eine Generationenaufgabe.

23-03112