Ohlsdorfer Friedhof – Schranken an Feiertagen und am Sonntag öffnen - jedem Nutzungsberechtigten bei Bedarf einen Chip zum Selbstkostenpreis aushändigen

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion beantragt, dass die Schranken am Ohlsdorfer Friedhof an Sonn- und Feiertagen für die Friedhofbesucher zu öffnen sind und jedem Nutzungsberechtigten auf dem Ohlsdorfer Friedhof bei Bedarf ein Chip zum Selbstkostenpreis ausgehändigt wird – schließlich haben die Nutzer für das Grab bezahlt und beim Kauf war nicht bekannt, dass ein Umweg durch eine Schranke erforderlich sein wird. Besucher müssen an Feiertagen und am Sonntag passieren können, wo kein Berufsverkehr stattfindet, können wir die Schranken offen lassen.

An den Feiertagen und am Sonntag ist der Anteil der Grabbesucher am Verkehrsaufkommen höher als an normalen Tagen. Dabei wird der Friedhof in erheblichem Umfang besucht, sodass eine Sonderöffnung sinnvoll ist. Zu dieser Einschätzung kommt die Friedhofsverwaltung bei höchst christlichen Feiertagen (22/2281, Antwort 5). Diese Einschätzung kommt auch bei anderen Feiertagen und sonntags zu tragen.

 

Eine valide Auskunft zum Durchgangsverkehr am Sonntag wurde von der Friedhofsverwaltung nicht erhoben. Am Sonntag wurde kein Durchgangsverkehr gemessen, es wurde in dem Verkehrsgutachten lediglich erklärt, dass der Durchgangsverkehr die „dominante Nutzergruppe“ darstelle. Mangels weiterer Informationen wurde der Durchgangsverkehr im Verhältnis zum Gesamtverkehr geschätzt (22/2441). Fraglich bleibt, wie ein Durchgangsverkehr geschätzt werden kann, da eine Abgrenzung zum Friedhofbesucher lediglich mittels Kontrolle des Ausgangs möglich ist.

 

Die Verwaltung muss eingestehen, dass am Wochenende weniger Menschen zum Arbeitsplatz fahren und dies nicht durch andere Durchfahrer kompensiert wird. Außerdem wird angenommen, dass Besucherinnen und Besucher des Friedhofs am Wochenende mehr Zeit für einen Grabbesuch haben (22/2441).

 

Auch sind aus der Sicht des Senats die Ausweichstrecken wie die Steilshooper Allee an Wochenenden nicht überlastet (22/2281). Die Ausweichstrecke über den Friedhof ist daher unattraktiv.

Die Schließung der Schranke an Feiertagen und sonntags ist somit nicht sinnvoll.

 

Viele Grabnutzer haben sich beschwert, dass sie trotz eines Grabes auf dem Friedhof die Schranke nicht passieren dürfen. Es gibt 63.977 Nutzungsberechtigte auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Die überwiegende Zahl der Nutzenden benötigt keinen Chip. Jedoch sollte jeder Nutzer bei Bedarf einen Chip zum Selbstkostenpreis erhalten können – schließlich haben die Nutzer für das Grab bezahlt und beim Kauf war nicht bekannt, dass ein Umweg durch eine Schranke erforderlich sein wird. Einige hätten ggf. einen anderen Platz auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Anspruch genommen, um große Umwege zu verhindern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8,68 Euro pro Karte (22/2196).

 

CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne sowie umweltpolitischer Sprecher

„Die Schließung der Schranke an Feiertagen und sonntags ist nicht sinnvoll, da das Ziel den Durchgangsverkehr zu verhindern mangels Aufkommen nicht erreicht wird. Auch an anderen Tagen muss den Nutzungsberechtigte die Möglichkeit eingeräumt werden ohne provozierte Umwege die Gräber zu erreichen. Daher ist jedem Nutzungsberechtigten auf dem Ohlsdorfer Friedhof bei Bedarf ein Chip zum Selbstkostenpreis auszuhändigen.

 

CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für Ohlsdorf Richard Seelmaecker

"Es ist gut, dass es uns gelungen ist, den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Ein Friedhof ist keine Abkürzung. Jetzt müssen wir noch nachsteuern: Besucher müssen an Feiertagen und am Sonntag passieren können, wo kein Berufsverkehr stattfindet, können wir die Schranken offen lassen."

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