Geplantes Schrankensystem am Friedhof Ohlsdorf –Friedhofsbesucher können auch weiterhin barrierefrei die Gräber ihrer Angehörigen besuchen – Was meinen Sie?

In der Antwort auf meine Schriftliche Kleine Anfrage, Drs. 22/421, teilt der Senat mit, dass der Durchgangsverkehr im Friedhof Ohlsdorf ab Herbst 2020 mit einer Schranke, die rund 448.000 Euro kosten wird, eingeschränkt werden soll. Weitere Einschränkungen soll es nach Angaben des Senats nicht geben.

Nun teilt der Senat (22/885) folgendes mit:

Trauerfeiergästen wird es unabhängig von der gewählten Einfahrt zum Friedhof weiterhin möglich sein, mit dem Auto durch den Friedhof zur jeweiligen Kapelle/Trauerhalle zu fahren. Friedhofsbesucherinnen und Friedhofsbesuchern wird es weiterhin möglich sein, mit dem Auto auf den Friedhof zu fahren.

Das Schrankensystem wird in der Mittelallee Höhe Ida-Ehre-Allee installiert. Die Friedhofseinfahrten bleiben frei von Schranken. Jeder derzeit mit Kraftfahrzeugen erreichbare Straßenabschnitt wird auch künftig erreichbar bleiben. Besucherinnen und Besucher von Grabstätten oder anderen Einrichtungen müssen die entsprechende Zufahrt wählen, da sie das Schrankensystem in der Mitte des Friedhofs nicht passieren können.

Das Schrankensystem wird so ausgestattet, dass Personen, Gewerbe und Institutionen mit der nötigen Erlaubnis die Schranken mit einem Chip oder Schlüssel öffnen können. Personen mit einer nachgewiesenen Gehbehinderung gehören auch zu dieser Gruppe.

Besucherinnen und Besucher von Trauerfeiern können über eine Gegensprechstelle die Öffnung der Schranken erwirken. Für Busse wird eine Lichtschranke installiert.

Das Schrankensystem wird voraussichtlich im 4. Quartal 2020 installiert.

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Kommentare: 3
  • #1

    Beckmann (Donnerstag, 27 August 2020 21:15)

    Ich begrüße das Errichten einer Schranke um den Durchgangsverkehr zu beschränken. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, dass der Durchgangsverkehr einfach zu schnell durch den Friedhof fährt. Damit werden gerade alte Leute gefährdet und verunsichert.

  • #2

    Sabine Brunckhorst (Donnerstag, 24 September 2020 23:05)

    Menschen. die Angehörige auf dem Friedhof bestattet haben, sollten mit Transpondern ausgestattet werden, die die Schranken öffnen. Einschränkungen sind bei den Preisen für Grabstellen nicht akzeptabel.

  • #3

    Sylvia Hartmann (Dienstag, 29 September 2020 15:12)

    Unfassbar,.... ich muss Bramfeld rein um zur Kapelle 4 zukommen. Geht nun nicht mehr. Heißt, ich muss komplett rum fahren, in Ohlsdorf rein zur Kapelle 4 und dann wieder zurück den ganzen großen Umweg. Großartig. Aber Hamburg macht auf Klimafreundlich, Freitags gibt´s FFF aber kümmert sich nicht um diese schwachsinnige Geschichte. Ich sehe ein, dass der Durchgangsverkehr ein Ende haben muss, aber nicht auf Kosten der Grabbesucher, schließlich hat das Doppelgrab viel Geld gekostet.... Frau Brunckhorst hat Recht. Besorgt Durchfahrtssausweise oder Transponder oder sonstwas... Hier sollten sich die Klimaschützer auch mal nützlich machen...