Hinter den Kulissen des Hallenbads Bramfeld: Sanierungsarbeiten fertig, Corona-Sicherheit gewährleistet, Öffnung 10.08.

Das große Becken mit 1,5 Mio. Liter Wasserkapazität
Das große Becken mit 1,5 Mio. Liter Wasserkapazität

Ich besuchte in dieser Woche das Hallenbad Bramfeld der Bäderland. Pressesprecher Michael Dietel und Abteilungsleiter Manfred Küchenhoff zeigten mir in einer interessanten Tour die Funktionsweise des Schwimmbads, den Ablauf in Corona-Zeiten und die Ergebnisse der jüngst abgeschlossenen Instandhaltungsarbeiten.

 

Das Hallenbad bietet zwei Becken. Im großen befinden sich gigantische 1,5 Millionen Liter Wasser. Im kleineren Becken finden 0,5 Millionen Liter Wasser Platz.

 

Eröffnet hat das Bad vor fast 47 Jahren am 15.12.1973. Ergänzt wurde 1989 die Rutsche, die 2008 saniert wurde. 1998 wurde der Umkleidebereich erneuert und die Einlasshalle 2012 saniert.

Das kleine Becken mit 0,5 Mio. Liter Wasserkapazität
Das kleine Becken mit 0,5 Mio. Liter Wasserkapazität

Keine Preiserhöhung in 2020

 

Preiserhöhungen wird es dieses Jahr nicht geben, wenngleich Bäderland durch die zwischenzeitlichen Schließungen Einnahmeausfälle bei zahlreichen unvermeidlichen Kosten erlitt.

 

Die Kurzarbeit der Mitarbeiter/innen ist vollständig vorbei, es wird wieder jede helfende Hand gebraucht. Das gilt wohl auch für die Imbisse, die in Hallen- und Freibädern in Hamburg zu finden sind. In Bramfeld wird das Imbissstübchen wieder geöffnet haben.

 

Am Montag, den 10.08., nimmt die Schwimmhalle wieder den Betrieb auf. Im Vordergrund stehen vorerst der Schul-Schwimmunterricht und die zahlreichen Vereine. Denn das Erlernen des Schwimmens zu ermöglichen, hat für Bäderland oberste Priorität. Doch auch für den normalen Publikumsbetrieb werden Zeitfenster eingerichtet.

Das sind Wasserfilter, jegliche Fremdstoffe werden hier gefiltert.
Das sind Wasserfilter, jegliche Fremdstoffe werden hier gefiltert.

Instandhaltungsmaßnahmen abgeschlossen

 

Ab 01.07. hätte das Bad laut Corona-Verordnung den Betrieb wieder aufnehmen können, jedoch entschied sich Bäderland, vorgezogene Instandhaltungsmaßnahmen zu Ende zu bringen.

 

Zudem konnten aufgrund der Corona-Situation ab März bis zu 50 normal übliche Saisonkräfte (für ganz Hamburg) nicht angelernt und angestellt werden.

 

Die Ergebnisse habe ich mir angeschaut: Teile der Decke in der großen Schwimmhalle wurden saniert. In einem bestimmten Turnus muss dies erledigt werden, da der Beton durch die Luftfeuchtigkeit und das Chlor angegriffen wird. Im Keller, dem Herz des Schwimmbads, sind nun zudem stabilisierende Pfeiler angebracht.

So sieht's im Keller aus.
So sieht's im Keller aus.

Riesiger Aufwand für sauberes Wasser und Sicherheit

 

Man glaubt gar nicht, wie viel Technik hinter einem solchen Schwimmbad steckt. Zwar war der Fliesensauger mein kleines Highlight, das wie ein Spielzeugauto unter Wasser gesteuert wird.

 

Doch in den Räumen unter den Becken verbergen sich riesige Filteranlagen, viele Schaltschränke und sogar die Begrenzungsleinen, die bei Bedarf nach oben gezogen werden.

 

Im Keller sind neue Stützen installiert.
Im Keller sind neue Stützen installiert.

Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der Pandemie

 

4 ½ Quadratmeter müssten jeder Person im Schwimmbad zustehen, zur Sicherheit wird aber mit 6 Quadratmeter geplant.

 

Schließlich herrscht hier keine Maskenpflicht. Deswegen muss der Abstand unter den Besuchern ausreichend groß sein.

 

Auf den Boden geklebte Abstandsmarkierungen regeln das Abstandsgebot und die Laufrichtung der Besucher.

 

Nur jeder dritte Spind in den Umkleiden darf genutzt werden, die anderen sind verschlossen. Jede zweite Dusche bleibt frei. Körperkontakt mit anderen Besuchern ist nicht gestattet, die Aufsichtspersonen im Bad sind sehr aufmerksam.

 

Was das Schulschwimmen angeht, so befindet sich Bäderland in ständigem Austausch mit der Schulbehörde, damit die aktualisierten Regeln in Bezug auf Corona-Sicherheit Anwendung finden.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Nachbarin (Samstag, 15 August 2020 13:40)

    Ich freue mich sehr, dass nach Jahrzehnten das Bad renoviert wird.
    Da die Sommer im Norden auch immer heißer werden, sollten mehr Schwimmbäder bebaut werden, besonders mit einem Freibad. Das Bramfelder ist viel zu klein für die Bevölkerung und Verdichtung des Bramfelder Stadtteil.
    Sandro, es wäre schön wenn daran gearbeitet wird, zumal Wellingsbüttel und Sasel keine Bäder haben oder doch?
    Es gibt einfach zu wenig davon....