In den vergangenen Wochen haben sich viele Bürgerinnen und Bürger – insbesondere rund um den Schreyerring – mit derselben Frage gemeldet:
Woher kommt das dauerhafte Pfeifen und Brummen von der U5-Baustelle?
Das Geräusch ist teilweise selbst bei geschlossenen Fenstern hörbar und sorgt gerade im Homeoffice für erhebliche Belastung. Einige Anwohner berichten sogar, dass nur laufender Fernseher oder Radio das Geräusch überdecken können. Nun hat die Hochbahn auf eine entsprechende Anfrage reagiert und für Klarheit gesorgt.
Ursache: Mischanlage für Dichtwandarbeiten
Nach Angaben der Hochbahn stammt das Geräusch von einer Mischanlage für die sogenannte Dichtwandmasse. Diese wird derzeit für zwei zentrale Baumaßnahmen benötigt:
- Herstellung des Kunstbodenblocks
- Bau der Dichtschotts
Beides sind notwendige Arbeiten für die Stabilisierung des Baugrunds im Zuge des U5-Projekts. Die aktuell laufende Herstellungsphase soll noch bis zum 11. März 2026 andauern. Ein weiterer Einsatz der Anlage ist nach derzeitiger Planung im Juni für etwa 17 Arbeitstage vorgesehen.
Warum auch abends gearbeitet wird
Viele Anwohner wunderten sich darüber, dass die Anlage teilweise bis 22 Uhr in Betrieb ist. Hierzu erklärt die Hochbahn: Aufgrund der winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt dauern einzelne Arbeitsschritte derzeit länger als geplant.
Hinzu kommt ein technischer Zwang: Die verwendete Dichtwandmasse ist selbsterhärtend und kann nur innerhalb eines fest definierten Zeitfensters verarbeitet werden. Wird ein sogenannter Schlitz begonnen, muss dieser vollständig fertiggestellt werden – auch wenn dies über 20 Uhr hinausgeht. Ein Abbruch mitten im Prozess ist nicht möglich, da sonst die Stabilität der Schlitzwand gefährdet wäre
Arbeiten auch am Sonntag möglich
Ein weiterer Punkt, der für Irritation sorgte: Auch sonntags kann die Anlage kurzfristig laufen.Dies geschieht laut Hochbahn beim Auffüllen der Schlitze an Folgetagen. Dabei läuft die Mischanlage in der Regel etwa eine Stunde am Mittag oder Nachmittag.
Diese Maßnahme dient dazu, die Stabilität über den sogenannten Suspensionsspiegel zu sichern.
Aussicht auf Entlastung
Die Hochbahn bittet um Verständnis, dass diese Arbeiten noch rund zweieinhalb Wochen andauern. Danach soll das derzeit wahrnehmbare Pfeifen zunächst verschwinden, da die Anlage bis Juni nicht mehr betrieben werden muss.

