Update: Schwarzer Weg in Steilshoop – Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Barmbek sowie Erweiterung des Recyclinghofs bestätigt – Alternativen für Unternehmer?

Die Gerüchteküche überschlug sich in letzter Zeit regelrecht in Bezug auf die städtischen Gewerbeflächen am Schwarzen Weg. Und sie brodelte zurecht, wie ich nun durch die Antwort auf eine Anfrage (22-795) an den Senat herausgefunden habe.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Barmbek soll nach derzeitigen Planungen ein etwa 1.500 m² großes Grundstück für ihren Neubau erhalten. Es böten sich dafür die Flurstücke 1482 und 1483 an (siehe Bild). Auf genau diesen Flurstücken ist der Recyclinghof der Stadtreinigung zu finden. In Barmbek selbst wären laut Senat keine städtischen Grundstücke verfügbar, die die Anforderungen an die Feuerwehr erfüllen würden. Zudem würde die FFW Barmbek oft den Kollegen der FFW Bramfeld im Stadtteil Steilshoop zur Seite stehen, die überdurchschnittlich oft in diesem Stadtteil ausrücken müsste.

 

Derweil läuft auch das Verfahren, den Recyclinghof der Stadtreinigung zu modernisieren und zu erweitern. Er soll im Plangebiet Steilshoop 3 verbleiben – favorisiert wird das Grundstück zwischen Schwarzem Weg und Hermann-Buck-Weg. Alternative Standorte seien Mangelware.

Ansässige Unternehmen, die um ihren Standort fürchten, tun dies nicht zu Unrecht. Auf die Frage, seit wann das Bezirksamt Wandsbek Kenntnis darüber hätte, Bestandsmietern ihre Gewerbemietverträge zu kündigen, fällt die Antwort des Senats unmissverständlich klar aus: „Seit dem 06. Dezember 2019“. Wobei aber noch nicht klar sei, wer in den sauren Apfel beißen müsse – „die Überlegungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen“.

 

Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) sowie das Wandsbeker Bezirksamt prüften derzeit, ob und welchen Unternehmen Alternativstandorte angeboten werden können.

 

Ich begrüße, dass die FFW Barmbek endlich einen Neubau erhält. Da keine Grundstücke in Barmbek verfügbar sind, kommt nur der Schwarze Weg in Betracht. Zudem bin ich froh, dass der Wertstoffhof bei uns bleibt und wir nicht ewig fahren müssen, um den Müll abzutransportieren. Dennoch muss der Senat Alternativflächen für die Wirtschaftsunternehmen vor Ort finden.

 

Ich werde das Thema weiter für Sie begleiten.

 

 

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Kleine Schriftliche Anfrage 22/795
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