Bau der U5 – Haltestelle in Bramfeld – Tunnelbau unter der Bramfelder Chaussee weiterhin Bestandteil der Planungen?

Der Tunnel ist nach wie vor Teil der Planungen, auch wenn das Planfeststellungsverfahren noch immer nicht abgeschlossen ist. Dessen Fertigstellung war zum Ende der zweiten Jahreshälfte 2020 angestrebt worden, verschiebt sich nun aber ins Jahr 2021. Der Baubeginn soll davon nicht betroffen sein.

 

In Kürze soll der Bau der neuen U-Bahnlinie 5 beginnen. An der neu entstehenden Haltestelle in Bramfeld soll eine zusätzliche Anbindung der westlichen Seite der Bramfelder Chaussee über eine Unterführung mit direktem Haltestellenzugang erfolgen.

 

Diese soll verhindern, dass Menschen in Eile die Bramfelder Chaussee zu Fuß queren und es dabei zu Unfällen auf der vielbefahrenen Straße kommt. Die Bezirksversammlung Wandsbek hat diesen Tunnel ausdrücklich gewünscht. Gerüchtweise steht dieser mittlerweile wieder zur Disposition.

 

Als Hauptgründe kämen dafür folgende Punkte in Betracht:

  • es wird kein dunkler Tunnel gewünscht (Stichwort Kriminalität)
  • die Chaussee müsste aufgegraben und damit der Verkehr stark beeinträchtigt werden
  • es würde zu viel Geld kosten, den zusätzlichen Ausgang auf der Westseite der Chaussee Richtung Steilshoop zu realisieren

Ich habe daher für Sie nachgefragt (Drs. 22/2073) um den aktuellen Stand der Planungen in Erfahrung zu bringen. Glücklicherweise ist der Tunnel nach wie vor eingeplant. Die detaillierten Unterlagen können online eingesehen werden.

 

Das ist auch gut so, es sprechen nämlich einige Gründe für den Tunnelbau:

  • die Menschen, die aus dem Norden Bramfelds/Steilshoop kommen und zur U-Bahn wollen, müssen nicht den Straßenverkehr queren und gelangen sicherer zur U-Bahn
  • die Menschen, die aus der U-Bahn kommend nach Bramfeld Süd wollen und dazu den Bus 8, 17, 173 nutzen, müssen dann ebenfalls nicht die Straße oberirdisch queren und kommen sicherer zum Bus
  • Fahrradfahrer, E-Scooter Fahrer, Car-Sharing und Stadtradnutzer, die ihr Fahrzeug auf der Westseite abstellen (dort ist noch Platz für Stellplätze), müssen nicht den Straßenverkehr queren und kommen sicherer zur U-Bahn
  • nicht nur das kommerzielle Zentrum Bramfelds, sondern auch das kulturelle Zentrum Bramfelds bestehend aus Brakula und Kulturinsel können besser erreicht werden.
  • da eine jetzt bestehende Fußgängerampel über die Chaussee entfällt, würde ein Tunnel die Personenzahl reduzieren, die die Chaussee oberirdisch queren müssen
  • ein Tunnel bietet Geschäftsflächen und Möglichkeiten, z.B. Kioske, HVV Verkaufsflächen etc. einzurichten

Der Senat teilt weiterhin mit, dass das Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Obwohl der Abschluss des Verfahrens planmäßig zum Ende der zweiten Jahreshälfte 2020 angestrebt wurde (Drs. 22/1838), ist nun mit einer Fertigstellung im Laufe des Jahres 2021 zu rechnen. Der Baubeginn im Jahr 2021 soll allerdings weiterhin wie geplant stattfinden.

 

Es bleibt abzuwarten, ob der Senat seine Versprechen einlösen kann.

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Kommentare: 2
  • #1

    Sven Forbes (Samstag, 19 Dezember 2020 11:23)

    Mir graut jetzt schon davor, wenn um den Bramfelder Dorfplatz die Bauarbeiten beginnen. Wahrscheinlich bildet sich dann auf der Barmfelder Chaussee ein Rückstau bis Barmbek Nord und fließender Verkehr findet nicht mehr statt.

  • #2

    jahn jurczik (Sonntag, 20 Dezember 2020 19:02)

    Wieso eigentlich muss der Tunnel an die engste Stelle?
    Der Bereich Marktplatz oder unterhalb Kaufland bietet genug Platz ,ohne dass alte Bäume abgeholzt werden müssen .
    Idealerweise hätte schon ein Rohling beim Bau des Einkaufszentrums gelegt werden können.
    Zu dem Zeitpunkt wurde aber noch von einer Straßenbahn gesprochen.....